Verfasst von: Felix Arnst | 19. September 2008

STOP der Abmahnwelle von Marions Kochbuch!

Es ist kaum zu glauben wozu von einigen Menschen das Internet regelmässig missbraucht wird. Offenbar gilt es an entsprechender Stelle vorhandene Defizite zu kompensieren, dies ist zumeisst dort der Fall, wo im realen Leben wohl eher „etwas“ zu kurz oder gar nicht kommt?

Mit meinem Artikel möchte ich die Haltung stützen die unter folgendem Link nachlesbar ist.

Wie anders ist es zu erklären, dass Webseitenbetreiber sich nicht mehr über Verlinkungen oder Quellangaben zu den eigenen Seiten freuen u. das Internet nicht mehr als geneinsamen Wissenspool begreifen, sondern übereifersüchtig auf jedes selbst geschriebene Wort oder jedes alberne Foto achten, dass möglicherweise lediglich in guter Absicht an anderer Stelle eingebunden wurde, um auf eben die Webseite zu verweisen von der das Bild stammte?

Geht es noch ein bisschen paradoxer?

Natürlich gibt es sehr strikte, gesetzlich Rahmenbedingungen, diese sind auch durchaus sinnvoll – immer dort, wo sie auch tatsächlich einen Sinn machen. Leider gibt es aber auch findige Anwält die daraus abgeleitete Rechtsentfremdungen als irgendwann sogar geltende Rechtsprechung durchzusetzen wissen.

Das Urheberrecht, im Sinne des Gesetzes, bezieht sich bei Fotografien primär auf künstlerische Werke. Was an der Fotografie eines Spiegeleis oder einer mit dem Messer geteilten Tomate KUNST sein soll, muss sicher niemand wirklich nachempfinden können?

So kann selbst das eingebundene Bild eines Glas Eistee zuerst 700.- und dann geschlagene 3.000.-  Euro kosten, wie mit unterem Video deutlich wird, denn selbst das Fernsehn ist auf solche Methoden aufmerksam geworden:

Neben Gesetzen und geltender Rechtsprechung gibt es aber auch ein gesundes oder eben weniger „gesundes“ Rechts- und (leider auch) Unrechtsempfinden – Erstgenanntes hoffentlich bei möglichst vielen Bürgern.  Streng genommen ist auch die Einbindung des oberen Videos wieder eine Urheberrechtsverletzung, da dort das ARD- Logo enthalten ist. Vorsichtshalber habe ich dort vorsorglich um die Erlaubnis gebeten das Video hier einbinden zu dürfen.  Denn derjenige der es in YouTube hochgeladen hat, ist sicherlich kaum der tatsächliche Rechteinhaber bzw. Autor des Videos. Ganz schön verzwickt für uns Freizeitjournalisten!

Wenigstens habe ich auch dazu hiermit eine ordentliche Quellangabe eingefügt.

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass ein in die eigene Webseite eingebundenes Fremdbild solange keine Urheberrechtsverletzung darstellt, soweit eine ordentliche Quellangabe auf den Urheber verweist und dessen Werk damit geschützt bleibt. Dies gilt natürlich nur für Sachfotos, bei Abbildungen von Personen oder sonstigen, in irgend einer Form kompromitierenden Bildern, sieht es natürlich ganz anders aus.

Eine tatsächliche Urheberrechtsverletzung sehe ich erst, wenn eine Quellangabe bewusst unterbleibt und das betreffende Bild oder Video somit als eigener Kontent verbreitet und ausgegeben wird.

Ist eine Verlinkung / Quellangabe vorhanden, ist es aus meiner Sicht nichts weiter als eine Verlinkung mit visuellem Platzhalter, eben zum Rechteinhaber…

Wo bleibt dabei die angebliche Urheberrechtsverlezung …die trotzdem nicht selten als Recht von diversen Gerichten erkannt sein will?

Nochmal: Dort wo kein Quellverweis vorhanden ist, empfinde ich eine Abmahnung als gerechtfertigt, aber nicht dort, wo er vorhanden ist!

Ich weiß sehr wohl, dass meine Ansicht zum Thema nicht mit der von Gerichten praktizierten, ständigen Rechtsprechung konform geht, bilde mir jedoch ein, dass meine Haltung zur Thematik dem ursprünglichen Ansatz im Gesetz eher entspricht als die Urteile die ständig dazu im Namen des Volkes verkündet werden. Recht, Rechtsbewusstsein und Rechtsprechung sind oftmals leider sehr weit auseinander.

Was tatsächlich von Menschen zu halten ist, die sich solcher völlig widersprüchlicher Gesetzeslücken bzw. bezeichnend, zielgerichteten Fehlinterpretationen der bestehenden Gesetze bedienen, um sich ganz offen und schnöde daran zu bereichern, überlasse ich der Beurteilung des Lesers.

Und wer mal was braucht um ein Thema rund ums Essen zu illustrieren, der kann bei lebensmittelfotos.com tolle Aufnahmen finden, wesentlich bessere als unter der oben genannten Seite,  ganz ohne dabei befürchten zu müssen Post von einem Anwalt zu bekommen.

Aber nicht die Bildquelle vergessen! Fragen kostet übrigens auch nichts, so mache ich es seit ein paar Monaten schon, durchweg, aus den oben genannten Gründen.

Also nie vergessen:

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken!


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