Verfasst von: Felix Arnst | 4. September 2008

Der Mensch als Hindernis seiner selbst…

Wenn man diese vielleicht etwas „schwermütig“ anmutende Überschrift liest, denkt man womöglich an Philosophie oder an esoterisch oder sonstwie gelagerte Beweggründe die in dem folgenden Artikel beheimatet sein könnten, dies ist jedoch ganz und gar nicht so, im Gegenteil. Wer hier schon etwas länger liest weiß, dass mich Menschen um ihrer selbst und weniger ihr persönliches Umfeld interessieren. Manchmal lassen sich diese Bereiche aber gar nicht trennen u. noch seltener ist dies wohl auch ganz gut so.

Ich hatte in dieser Woche Gelegenheit einige recht interessante Menschen kennen zu lernen, gottlob sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, was umso interessanter war.

So konnte ich an einem einzigen Tage einen Imker kennenlernen, der sein Hobby zum Beruf machen wird und jeden Tag hunderttausende von Bienen im Kopf hat, eine junge Frau die sich mit Heilgymnastik befasst, einen Webdesigner dessen liebstes Kind CMS- Systeme (so wie bei mir) sind, einen Koch der sich der gemeinen Bratwurst widmen wird, eine Übersetzerin (kein Dolmetscher, der Unterschied ist mir seither klar, die Sprachen habe ich leider vergessen) die sich mit vielen neuen Ideen zu speziellen Anforderungen stellen will, einen Schrotthändler der ebenfalls Bereiche sieht die von seinen Kollegen bisher nicht wirklich behandelt werden, einen türkischen Regisseur der erkannte, dass es in seinem Umfeld (bzw. der Organisation für die er vornehmlich tätig ist) noch an einigen Ü- Wagen für die nächste Großveranstaltung fehlt, einen Mann etwa meines Alters, der sich mit der ganz persönlichen und individuellen Altenpflege befassen will und noch einige andere Leute, deren Anliegen mir nicht alle im Kopf geblieben sind. Einen musizierenden Diakon möchte ich abschliessend nicht vergessen zu erwähnen, der mit der Gitarre sicher noch besser umgehen konnte als mit Menschen.

Getroffen habe ich diese sehr unterschiedlichen Menschen auf einer Art Podiumsdiskussion zum Thema Existenzgründung, bei der WAK in Neumünster.

Ausserdem war auch ein Biochemiker dort, dessen Vortrag mich zur oberen Überschrift veranlasst hat.

B. Walther befasst sich mit der immer stärker werden Rohstoffknappheit, dezidiert mit den stark schwindenden Ölreserven unseres Planeten.

Dass dies so ist, liest man fast jeden Tag in der Zeitung, wie ernst die Lage jedoch offenbar wirklich ist, jedoch nicht. Bernd hat einen sehr interessanten Vortrag über diese Tatsache und deren Auswirkungen gehalten, sodass wir Zuhörer schon das sprichwörtliche Schwert des Damokles über uns schweben sahen. Am gleichen Abend habe ich mit einem anderen Freund über dies Thema gesprochen, schliesslich ist es geradezu ein existenziell wichtiges Thema für JEDEN von uns, der meinte bei Bernd könne es sich möglicherweise um einen etwas extremer veranlagten Zeugen Jehova handeln, der wieder einmal einen der übernächsten Weltuntergänge nahen sieht…

Ich hatte einen anderen Eindruck:

Nun bin ich weder Biochemiker noch Bio- oder Geologe der fachlich dazu auch nur annähernd in der Lage wäre den Vortrag von Bernd auch inhaltlich beurteilen zu können, nach meinem Eindruck war der Inhalt der Aussagen (und deren kommende Auswirkungen) aber durchaus nachvollziehbar.

Dazu hier einige der dort vorgetragenen Fakten:

Wie an der eingefügten Grafik deutlich wird, sinkt die Förderung von Öl künftig beinahe monatlich, steht derzeit auf dem höchsten Stand und wird rapide sinken. Da schon die Lebensmittel- produktion zu einem sehr grossen Prozentsatz auf den Rohstoff Erdöl angewiesen ist, ist eine schon mittelbare Verknappung der Versorgung der Erdbevölkerung bzw. deren Zusammenbruch absehbar, mit allen Problemen die daraus, und auch am Rande weiter erwachsen werden, dies nicht nur in den Industriestaaten Europas.

Eine alternative zu diesem Horrorszenario könnte in der Herstellung von alternativen Treibstoffen liegen, Bernd meint, dass es sogar möglich sein müsste Biochemische Treibstoffe herzustellen, die mit Hilfe irgendwelcher Enzyme hergestellt werden könnten…?

Kern der Aussage:

Nach Bernds Vortrag wird sich die Situation in den nächsten 10 Jahren derart entwickeln, dass sich die Industrielle Entwicklung innerhalb diesen Zeitraumes um 40 Jahre rückentwickeln wird, dabei kann einem eigentlich nur schwarz vor Augen werden!

Da hört es bei einem fachlich nicht vorgebildeten Zuhörer selbstredend auf, weiter folgen zu können, auch wenn man darum, wie ich, wirklich sehr bemüht war.

Wir hatten heute per Mail einen kurzen Dialog zu diesem Thema, wo mir Bernd zur Erklärung folgende Links mitteilte, die ich aber noch nicht wirklich inhaltlich aufgenommen habe, was ich in den nächsten Tagen jedoch noch mit grossem Interesse nachholen werde:

http://www.lifeaftertheoilcrash.net/

http://www.theoildrum.com/tag/update

http://www.peakoil.com/

http://plugingermany.wordpress.com/2008/08/13/peak-oil-warum-es-jeden-von-uns-betrifft/

http://www.theautochannel.com/news/2008/05/23/087923.html

http://www.chrismartenson.com/peak_oil

Hier ein Video zum Thema:

Damit dürfte feststehen, dass Bernd nicht allein mit seinen dahin gehenden Befürchtungen schwanger geht…

Eigentlich darf man nicht wirklich weiter darüber nachdenken, um auch künftig halbwegs ruhig schlafen zu können?


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