Verfasst von: Felix Arnst | 25. August 2008

Blogparade: Das Internet der Zukunft…

Jedermannmitmachkommunikation sollte man das Internet eigentlich eher nennen…

Auf Seo-United macht man sich derzeit Gedanken über die Entstehung von Visionen als Eigenthema und stellt diese Gedankengänge in den direkten Bezug zu einer möglichen Entwicklung des Internet in der Zukunft. Das Thema sind also mögliche Visionen zur Zukunft und können derzeit also lediglich aus dem abgeleitet werden, was als Imagination zum Thema bereits jetzt vorstellbar ist.

Bereits mit Orwell hat sich gezeigt, dass Visionen sehr viel schneller Realität werden können, als dies zunächst auch nur vorstellbar ist.

(Das ist ja blöde, gerade lese ich, dass auch unter Seo- United bereits dieser Gedanke aufkam, ich hatte den Aufruf (wie allgemein üblich) lediglich angelesen und mit meinem Beitrag losgelegt, bevor ich den Hinweis darauf nun auch dort vorfand)

Der einzige Unterschied zum Ansatz besteht vielleicht darin, dass ich 1984 bereits in 1984 gelesen habe, weil begreiflicherweise gerade in diesem Jahr der grosse Hype zu diesem Buch einsetzte.

Zu vielen Themenbereichen gibt es eigentlich kaum etwas was nicht vorstellbar wäre, gerade das Thema Internet und dessen bisherige Entwicklung ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

Für mich war das Internet schon immer, und ich kenne es schon seit Beginn als aktiver Teilnehmer, ein Spiegel dessen was uns Menschen bewegt. Zunächst war es schon aus Kostengründen ein eher elitärer Bereich der Begegnung, der sich mit diesem sicher visionell stärksten Segment der Kommunikation (neben dem Fernseher) beschäftigte. 

Elitär waren bis dato sämtliche Medien der öffentlichen Kommunikation, egal ob es das Fernsehn, das Radio, die Tagespresse, die Fach- oder auch Buchpresse und natürlich (nicht zu vergessen) sowieso die Politik immer noch ist und bleiben wird.

Aus meiner Sicht ist das Internet, seitdem alle Schichten der Gesellschaft darauf Zugriff haben also primär das einzige Kommunikationsmittel der breiten Masse, an dem jeder teilhaben kann. Daraus erklärt sich auch die immer noch rasant schnell wachsende Beteiligung an der Jedermannmitmachkommunikationskiste, wie das Internet durchaus auch bezeichnet werden könnte.

Wer in die Zukunft schauen will, der muss in der Vergangenheit blättern.

So alt wie die obere Erkenntnis bereits ist, hat sich diese in der Geschichte jedoch, genau so, ständig immer wieder bewahrheitet. Alles wiederholt sich, es ändern sich lediglich die Mittel zum Zweck. Ausser der Veränderung von Techniken hat sich noch nie etwas wirklich ver- oder geändert, weil die primären Ziele der Menschen stets die gleichen bleiben werden.

Gefallen hat mir was der Kollege unter dem folgenden Link geschrieben hat:

Irgendwo deckt sich dies zumindest in Ansätzen mit meiner Sicht zu den Dingen. Wobei ich anmerken muss, dass es durchaus auch Papas gibt, die ihrer nunmehr 18jährigen Tochter zum 6. Geburtstag einen PC schenkten, insofern ist eine „Generation die mit dem Internet aufwuchs“ bereits längst Realität. Die einzige wirklich nennenswerte Revolution im Internet findet aus meiner Sicht seit einigen Jahren durch die stetige Entwicklung und Verbreitung von Open Source- Projekten statt. Linux und WordPress sind sehr gute Beispiele dafür. Die Kostenfrage Internet, trägt letztlich ganz unmittelbar zu dessen weiterer Verbreitung bei.

Egal ob man seinen „Nachbarn“ mit dem verschleudern von Steinen oder durch den Einsatz von Lang- & Mittelstreckenraketen von der Richtigkeit seines eigenen Standpunktes zu überzeugen versucht, ändert sich auch dabei das zugrundeliegende Prinzip nicht. 

Ich habe bevor ich meinen Beitrag hier veröffentlichte ein bisschen quer gelesen, in den anderen Blogs. Daher stellte ich fest, dass sich dort vordergründig Gedanken zu den verbesserten Mitteln der Kommunikation gemacht wurden.

Dies sind jedoch keine wirklichen Visionen. 

Die Erkenntnis, dass das Internet heute auch mittels eines BlackBerry vom Klosett aus besucht werden kann um nach dem Wetter, dem letzten Ergebnis in der Formel1 oder den neuesten Kommentaren im eigenen Blog zu sehen, ist nun wirklich nichts neues mehr. Auch die Tatsache, dass ein solches PDA wie mein BB Pearl nunmehr nicht mehr viel grösser ist als ein normales Handy und sich nebenher auch als Navigator fürs Auto eignet, tragen viele bereits in der Hemdtasche mit sich.

Natürlich werden diesem Trend folgend, Internetseiten anders gestaltet, verschwinden schwer(über)gewichtige Flash- Kirmes- Dingsbumse dahin, wo sie auch dort eher keinen wirklichen Sinn machen. Die bunten Lichter von Las Vegas hatten schon vor 50 Jahren den gleichen Ansatz.

Fazit:

Von mir gibt es zum Thema keine Visionen nachzulesen, weder für die nächsten 5 Jahre noch darüber hinaus – da ich grundsätzlich der Ansicht bin, dass sich nicht das geringste wirklich ändern wird. Es wird Trends geben, die wieder verschwinden sobald die Idee gesättigt ist, aber keine wirklichen Veränderungen oder gar Neuerungen. Insgesamt sehe ich eine Entwicklung zurück zur Einfachheit und überschaubarkeit des Mediums, also back to Web 1.0. Dies schon mit der weiter fortschreitenden Verbreitung mobiler Endgeräte.

Niemand erfindet das Rad neu, auch nicht im oder zum Internet, eBay etc. gibt es alles schon.

Ob man nun ein Gästebuch, ein Themen- Forum oder in heutigen Tagen einen Blog hat, der Ansatz ist und bleibt immer der Gleiche. Kommunikation mit Gleichgesinnten oder Andersdenkenden unter Zuhilfenahme von jeweils aktuell dazu verfügbaren, technischen Möglichkeiten.

Auch die persönlichen Beweggründe jedes Users am Internet mittels dynamischer Webseiten aktiv teilzunehmen sind immer die Gleichen: Informationsaustausch, Diskussion und das möglichst effektive Verbreiten eigener Standpunkte. Letzteres nicht selten mit kommerziellem Hintergrund, ohne darauf hier zusätzlich näher eingehen zu wollen. Die bunte Werbung die auf nunmehr 80% der aktiven Blogs vorzufinden ist, spricht dazu eine sehr deutliche Sprache.

Für dieses Grundansinnen ist es völlig unerheblich ob man diesen Ansatz nun mittels HTML, CSS, PHP unter Zuhilfenahme von MySQL oder Flash verfolgt, ob entsprechende Portale mit Xing, Webnews oder sonstwas bezeichnet werden, oder ob diese bald wieder verschwinden und durch irgend ein anderes „Vogelgezwitscher“ ersetzt werden. Wer etwas mitteilen möchte tut dies, wer einfach nur seine Zeit totschlagen möchte auch, wer im Internet etwas verdienen möchte greift Trends auf und bewegt sich mit oder zumindest entlang von diesen.

Neues wird es nicht wirklich geben, egal welches Label, Bezeichnung oder Name dazu neu erfunden wird, oder mittels welcher immer kleiner und/oder schneller werdenden Geräte oder noch einfacher zu nutzender Software man dabei mitmachen kann …und verdienen werden auch immer die gleichen Gruppen daran, amen.


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