Verfasst von: Felix Arnst | 14. August 2008

Abmahung wegen Einbindung von YouTube- Videos?

Der Mensch ist dem Menschen kein Wolf, sondern ein Hindernis. Ob auf der Autobahn oder an der Kasse.

Das mag für Sie nach vergangenem Wochenende überraschend kommen, aber: Wussten Sie, dass es eigentlich keinen Stau gibt? Zumindest wurde mir das eine Kindheit lang freundlich eingeredet. Denn sobald wir eingekeilt zwischen anderen Autos standen, machte sich auf dem Fahrersitz Verwunderung breit…

Quelle und mehr…

 

Der obere Artikel beschreibt recht amüsant, warum sich Menschen oftmals gegenseitig im Wege sind, ohne dies tatsächlich zu beabsichtigen. Jene jedoch, die nicht nur anderen sondern nicht selten auch sich selbst im Wege sind, mag der Artikel ein Stück weit Anregung dazu sein, einmal darüber nachzudenken und event. daraus ein paar eigene Schlüsse zu ziehen. Meine Motivation den oberen Artikel als Einleitung für ein ganz anderes Thema zu verwenden, hat jedoch einen recht handfesten Grund.

So hat der obere Satz: „Der Mensch ist dem Menschen kein Wolf, sondern ein Hindernis.“ …auch im Internet eine nicht zu unterschätzende Gültigkeit!

Andere Artikel habe ich auf diesem Blog schon mehrfach verlinkt, dies stets mit den entsprechenden Quellangaben. Trotzdem kommt dies nach Bundesdeutscher Rechtslage einer Urheberrechtsverletzung recht nahe, daran ändert auch die Quellangaben zu Texten oder Bildern nichts.

Der Begriff der Urheberrechtsverletzung ist ein dehnbarer Begriff, daher fällt auch die geltende Rechtsprechung dazu recht unterschiedlich aus, dies sollte man wissen.

Rechtsstreitigkeiten um Urheberechtsverletzungen finden in Bezug zum Internet häufig in Verbindung mit sogenannten Tauschbörsen statt, innerhalb derer geschützte Werke aus der Medienindustie widerrechtlich verbreitet werden, womit ein erheblicher, wirtschaftlicher Schaden entstehen kann. 

In Bezug zu Print- und Online- Medien ist die Sachlage ähnlich, komplette Texte aus fremder Feder darf man nicht ungefragt publizieren, auch nicht auf einem Blog oder privaten Webseiten um auf diese Inhalte aufmerksam zu machen oder diese kommentieren zu wollen. Unter einem strengen Maßstab ist das Internet voll von Urheberechtsverletzungen, man sollte sich aber trotzdem davor hüten sich unbedarft daran zu beteiligen, daher meine ständigen Quellangaben zu externen Inhalten. Auch kann ein entsprechendes Impressum sehr dienlich zu den genannten Zusammenhängen sein.

Daher ist das obere Beispiel im Artikel nur statthaft, wenn eine Erlaubnis der Quelle dazu vorliegt, in oberem Falle ist dies die Redaktion von DiePresse.com, die ich eigens dazu kontaktiert hatte. Auf diesem Medien- Portal aus dem Nachbarland Österreich, mit Sitz in Wien, findet man zu beinahe jedem Thema interessante Artikel u. damit eine nie versiegende Quelle zu aktuellen Themen.

Fragen kostet nichts und kann eine Menge Ärger ersparen.

So habe ich dort angefragt und eine entsprechende Erlaubnis des Stellv. Chefredakteurs vorliegen, wonach ich künftig gern Artikel mit Überschrift und Leader verlinken darf, Voraussetzung ist eine ordentliche Quellangabe, so einfach ist das.

Den tatsächlichen Hintergrund, warum mein Blog von netten „Zeitgeistern“ bei einer ganzen Reihe von Medienbetreibern „gemeldet“ wurde, möchte ich nicht weiter erläutern, da schon deren Ansinnen völlig albern war. So darf ich meinen speziellen „Freunden“ auf diesem Wege mitteilen, dass es einen eklatanten Unterschied macht, meine Bilder ungefragt und ohne mein Wissen zu veröffentlichen oder (wie in meinen Blogs) Bilder und Texte mit ordentlicher Quellangabe weiter zu publizieren.

So wird aus manchem Wolf auch recht schnell eine hinterlistige (aber völlig zahnlose) Hyäne, die es vielleicht einmal mit einer eigenen, wirklich erfolgreichen Jagd versuchen sollte. Aber dazu sind Aasfresser bekanntlich viel zu faul.

Um die obere Metapher noch einmal aufzugreifen:

Jedermann kann Jedermanns Hindernis sein, nur merken es Diejenigen die sich selbst im Wege sind zumeist erst ganz zuletzt.

So finden in meinen Blogs keine Urheberrechtsverletzungen statt, auch wenn man sich dazu in den letzten paar Wochen (ohne jeden Erfolg übrigens) offenbar die Finger wundgeschrieben hat …und finden dort wo anderenortes tatsächliche welche stattfanden, nach wie vor, ihre entsprechende Berücksichtigung. 

Wer diesen Unterschied nicht verstehen möchte oder kann, sollte sich ruhig weiter selbst im Wege stehen, meinen Segen hat man auf Ewigkeit auch dazu.

Ein wirklich fast belustigendes Beispiel möchte ich abschliessend noch anführen:

Unter: https://impuls2008.wordpress.com/2008/05/29/ist-nun-40-jahre-her/

Innerhalb meines Artikels habe ich zwei YouTube- Videos eingebunden. Der dazu benötigte Code wird bekanntlich von YouTube selbst zur Einbindung in Blogs oder anderen Webseiten für die dortigen User angeboten.

Meine „Freunde“ fühlten sich dazu bemüssigt doch tatsächlich den Rechtsbeistand bzw. das Management des Künstlers von meiner „Freveltat“ zu unterrichten. Ich erhielt eine einschlägige Aufforderung per eMail beide Videos umgehend zu entfernen, der ich natürlich nicht nachgekommen bin.

Man muss sich die Tragweite dieser Rechtsauffassung einmal ganz genau vor Augen halten:

YouTube bietet einen Dienst an, und der Nutzer dieses Dienstes soll damit eine Urheberrechtsverletzung begehen, obwohl die Inhalte auf dem Server von Youtube verbleiben und lediglich dorthin verlinkt wurde?

Damit beginge YouTube in vielen Tausenden von Fällen eine Aufforderung bzw. Anstiftung zu einer Rechtsverletzung, dies gegenüber sämtlichen Nutzern des Portals im deutschsprachigen Raum. Wie soll ein Nutzer/User der dort angebotenen Inhalte eine mögliche Urheberrechtsverletzung innerhalb des dortigen Angebotes erkennen können, wenn viele Juristen sich dazu nicht einmal wirklich einig sind? 

Wie unter oberem Link zu sehen ist, habe ich die Videos nicht entfernt und lasse es ggf. zu einem Musterprozess kommen, möglicherweise ist mir ja auch YouTube dabei behilflich?

So muss man, finde ich, schon etwas differenzierter mit dem Begriff der Urheberrechtsverletzung umgehen können, besonders wenn dies ausschliesslich in der Absicht geschieht Dritten mit ganz anderem Hintergrund, bewusst schaden zu wollen, was natürlich nur meine speziellen Freunde betrifft.

So entsteht mancher Stau allein in den Köpfen von Menschen und existiert tatsächlich gar nicht, so wie es oben im Artikel sehr zutreffend beschrieben wurde!

Wir werden sehen.


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