XAMPP

XAMPP ist DIE Lösung zur Vermeidung von Datenverlusten unter WordPress oder jeder anderen MySQL- oder PHP- Anwendung. Aber auch als Testoberfläche ist XAMPP eine sehr grosse Hilfe und ermöglicht das lokale Testen von Updates, Plugins oder sonstiger Erweiterungen – oder Module unter Joomla! etc., ohne unbedingt am „offenen Herzen“ einer bestehenden Seite auf dem WWW-Server experimentieren zu müssen.

Bevor man sich sofort in die Installation begibt, sollte man sich jedoch zunächst kurz durchlesen was XAMPP genau ist, was der Server kann und wozu er angewandt werden kann.

Dazu gibt es hier ein sehr ausführliches PDF:

http://www.apachefriends.org/slides/xampp-linuxworld-2005.pdf

Nachdem man dort etwas geschmökert hat, weiß man das XAMPP also ein lokaler Apache- Server ist,

genauso wie er auf fast jedem Webserver läuft, jedoch lokal auf dem eigenen Rechner. Somit wird es möglich mit XAMPP sämtliche MySQL- und PHP basierenden Anwendungen ebenfalls lokal auf dem heimischen Server zu installieren und zu testen.  Dies hat z.B. den erheblichen Vorteil, dass Veränderungen an einer Programminstallation von WordPress, Joomla oder jeder anderen Anwendung, jederzeit ohne die geringsten negativen Auswirkungen oder Datenverlust rückgängig gemacht werden können, bevor man diese in eine im WWW laufende Anwendung integriert – oder wegen einer dabei entdeckten Problematik, denn vielleicht doch lieber bleiben sein lässt.

[MySQL, PHP und PHPMyAdmin sowie MySQL- Dumper sind im Netz schnell gefunden und dort kostenlos erhältlich.

Zunächst muss man sich das kostenlose XAMPP downloaden, dazu folgt man diesem Link und wählt dort das Paket, dass dem eigenen Rechner entspricht aus:

http://www.apachefriends.org/de/xampp.html > in der unteren Hälfte findet man die verschiedenen Distributionen.

Eine sehr gute Anleitung zur Installation von XAMPP selbst, findet man hier, ich bin auch danach vorgegangen. Diese Anleitung ist sehr ausführlich und beschreibt im weiteren Schritt auch die Installation von WordPress unter XAMPP, aber wie gesagt, dies kann auch jede andere gewünschte Anwendung, Webseite oder Blog sein die man lokal auf dem eigenen Rechner ausführen möchte.

Bei mir war es der Vorgängerblog, der mich veranlasste mich ausgiebiger mit XAMPP zu beschäftigen, als ich dies vorher schon gelegentlich gemacht hatte. Mein Problem bestand darin, dass dieser Blog nicht mehr online auf einem Server lag, und ich daher keine XML- Datei in den neuen Blog importieren konnte…

Wie man trotzdem eine ausführbare XML- Datei generieren kann, obwohl der alte WordPress- Blog nicht mehr auf dem Sever vorhanden ist, beschreibt das folgende Tutorial:

Oben haben wir also hoffentlich erfolgreich XAMPP installiert und auf dem lokalen Rechner laufen, dies sieht nach der Installation dann so aus:

Nachdem XAMPP auf dem Arbeitsrechner installiert wurde, ist dieser Server nun in der Lage MySQL und PHP als vollwertiger Apache- Server auszuführen, nur eben lokal. 

Um nun eine ausführbare XML- Datei in den neuen Blog importieren zu können, muss man (wie oben beschrieben) zunächst den alten Blog lokal im Browser aufrufen, bei mir war dies wie oben abgebildet unter:

http://localhost/wordpress

…da ich die benötigten WordPress- Dateien (wie in oberer Anleitung beschrieben) vorher im XAMPP- Verzeichnis installiert hatte. Danach habe ich ein MySQL-Dump, dass ich vorher mit PHPMyAdmin erstellt hatte, in diesen Blog überspielt, danach hatte ich lokal in der XAMPP- Bloginstallation sämtlich Artikel, Kommentare und Unterseiten wieder an dem alten Platz, in der lokalen Installation. Leider sind danach sätliche Umlaute in den Kommentaren und Artikeln verstümmelt, damit muss man leben und diese anschliessend von Hand ändern. Zumeisst stimmen auch die Bild-Pfade oder sonstige URL nicht mehr, da diese ja auf einen Serverplatz verweisen, der nicht mehr aktuell ist.

Nun logt man sich ganz normal in das Dashboard des Blog ein und ruft dort die

„Verwalten- Kommentare“ - Seite auf:

Auch dort ist die lokale Serveradresse im Foto zu sehen. Wenn man also den Kommentar- Link angeklickt hat, erscheint das Untermenü mit den Im- und Exportfunktionen im Dashboard. Im Bild oben sieht man, dass auf dieser Position des Dashboard bereits eine Übersicht der letzten Kommentare vorhanden ist.

Wir wollen aus dem lokalen Blog eine XML- Datei exportieren, also klicken wir dort Export an.

Danach sehen wir das obere Fenster und wählen dort, ganz unten WordPress aus, um die gewünschte XML- Datei zu generieren, dort wählen wir unten im Fenster (unteres Bild) ggf. kurz aus, wer zu den hinzugefügten Artikeln als Autor angegeben werden soll – und klicken dann ganz unten auf „Export-Datei- herunterladen“:

Wenn sich die gewünschte XML- Datei nun auf der lokalen Festplatte befindet, logt man sich online in den WordPress- Blog ein in den diese Inhalte importiert werden sollen.

Bei mir war es der WordPress.com- Blog, auf dem nun auch dies Tutorial erscheint.

Danach befinden sich sämtliche alten Beiträge eines Vorgängerblog in der Verwaltungsebene des WordPress- Dashbord und können von dort aus geändert, aktualisiert und wieder aktiviert werden. Ich hatte erst einmal sämtliche alten Artikel und statische Seiten deaktiviert und werde diese erst nach und nach, etwas abgeändert wieder freischalten.

Ich hoffe dies Tutorial kann dabei helfen alte oder auch „frisch“ – bereits im Verlust geglaubte MySQL- Inhalte wieder zu rekonstruieren.

Beste Grüße,

Felix Arnst

 

P.S. …und wenn es trotz dieser Anleitung Probleme geben sollte, sucht man einfach das  Apache-Forum auf und bekommt dort sicher auch zu XAMPP geholfen.

 

Nachtrag, 21.05.2009:

Sascha von blogjack.de hat zwischenzeitlich dazu auch ein tolles, themenverwandtes Video gebastelt:

http://www.youtube.com/watch?v=C5Ibcp3DJpE 

Hier noch einmal sämtliche oben relevante Links in einer Zusammenfassung:

http://www.apachefriends.org/de/xampp.html

http://www.apachefriends.org/de/faq-xampp.html

http://blogshop.de/wordpress/wordpress-unter-xampp-installieren/

http://www.apachefriends.org/f/

http://www.apachefriends.org/slides/xampp-linuxworld-2005.pdf

Antworten

  1. Früher gab es auch mal ein sogenanntes Wampp … gibt es das heute noch und wo wäre da der Unterschied?

  2. …gute Fage. Ich kenne Wampp nicht, aber da es jetzt XAMPP gibt, ist es doch eh wurscht.

    Genauso gut könnte man aber auch fragen:

    Wozu brauche ich Vista, mein W98SE läuft doch prima? ;)

  3. WAMPP stand damals für:

    Windows
    And
    MySQL
    PHP
    Perl

    Dann gab es noch MAMPP (für Mac) und LAMPP (für Linux). Das war aber den Apachefreunden auch irgendwann zu blöd und so steht das X heute stellvertretend für alle Betriebssysteme.

  4. Wenn die Umlaute nach der lokalen Installation des Weblogs fehlerhaft sind, scheint entweder die Codierung der Datenbank, oder aber die Codierung des Templates nicht zu stimmen…
    Eigentlich ist es ohne Probleme möglich, eine Datenbank per phpMyAdmin zu importieren (localhost/phpMyAdmin) und dabei auch die Codierung zu übernehmen…

  5. Hi Flo,

    wie Du schon richtig sagst, kommt es halt ganz auf den Server an, bei mir war es jetzt schon 3mal genau so, in unterschiedlichen Umgebungen.

  6. Schön mein Video hier zu sehen *g* Danke

  7. Hallo,

    das müßte doch das Ocean Mist theme sein, oder? Welche Version verwendest Du – 1.2 oder 2.0?

    Grüße
    Joachim

  8. Hallo Joachim,

    1.2 mit ein paar kleinen Änderungen.

  9. Bin mal gespannt, was dem nächsten dazu einfällt – ich bin klar dafür.


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