Verfasst von: baffyscorpion | 9. Dezember 2010

Wikileaks Anhänger Cyberkrieg

Wikileaks Anhänger Angriff auf Kreditkarten im Cyberkrieg

Wikileaks Anhänger haben die großen Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa angegriffen.

Die Kreditkarten-Giganten drohten, keine Zahlungen an Wikileaks mehr zuzulassen. Cyberkrieg auf höchstem Niveau.

Nachdem Wikileaks-Gründer Julian Assange, dessen Enthüllungsplattform für geheime US Dokumente viel Aufsehen erregt, seit gestern in London in Untersuchungshaft sitzt, zeigt die Internetgemeinde, wie mächtig sie inzwischen geworden ist, und wie anfällig die moderne Geschäftswelt ist.

Die Enthüllungsplattform weitete sich in einen Cyberkrieg aus. So blockieren Internet Aktivisten die Websites von Mastercard und Visa, den beiden Kreditkartenfirmen, die ankündigten, keine Spenden mehr an Wikileaks weiterzuleiten. So wurden einige Betriebe regelrecht lahm gelegt, da ohne diese Kreditkarten online keine Geschäfte mehr möglich waren.

Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel die Enthüllungen von Wikileaks gegen Deutschland als “Partyklatsch” abwertete,  sind aber die jetzigen Auswirkungen wesentlich mehr als das. “Operation Payback”, so nannten die Aktivisten die Attacke gegen die Server der Kreditkarten als sozusagen Rache.

Ein regelrechtes Bombardement an sinnlosen Datenanfragen schien erfolgreich gewesen zu sein, denn der Kolateralschaden war sehr beachtlich. Vielen Online Shops gingen die Kunden verloren, da diese nicht mehr mit Mastercard bezahlen konnten.

Die Schweizer Postfinance, die ein Konto von Julian Assange gesperrt hatte, wurde ebenfalls attackiert und lahmgelegt.

“Der erste ernsthafte Info-War ist jetzt im Gange. Das Schlachtfeld ist WikiLeaks. Ihr seid die Truppen”, so der amerikanische Netzaktivist und Anhänger des Technoliberalismus John Perry Barlow. Wer online bezahlen möchte, kommt kaum an Mastercard, Visa und Paypal vorbei.

Nun spekuliert man darauf, dass ein eventuelles potentielles Angriffsziel Amazon sein könne, da dieser Versandhändler Wikileaks Serverkapazitäten verweigert – dies wäre gerade im Weihnachtsgeschäft ein hoher finanzieller Verlust.

Die Online Demonstration wird über Plattformen wie Twitter koordiniert und das Internet zum Schlachtfeld deklariert. Trotz aller Bemühungen der US Regierung Wikileaks auszuschalten, ist die Enthüllungsplattform auch weiterhin über einen deutschen Server erreichbar.


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