Die Rettung der Bergleute in Chile und das Wunder
Heldenstatus für kurze Zeit – Selten haben Bilder die Welt bewegt, wie die der gerettetten Bergleute in Chile. 60 Tage Leidenszeit in über 600 Metern tief unter der Erde – und dann das Happy End!
Genau genommen grenzte es schon an ein Wunder, dass die verschütteten Bergleute überhaupt gefunden wurden. Perfekt wurde es aber erst, als es gelang, die 33 Kumpel in einer spektakulären Rettungsaktion zurück ans Tageslicht zu holen.
Weltweit als “Helden der Tiefe” gefeiert, wird wird der Alltag die Bergleute jedoch schnell wieder einholen, wenn sich der Rummel gelegt hat. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange der Heldenstatus dieser tapferen Männer anhält. Ein paar Wochen, vielleicht einige Monate?
Dann werden sie wieder einfahren, um nach Gold und Kupfer zu buddeln, oder was die Bodenschätze dort sonst noch hergeben. Irgendwo, in einem der unzähligen lebensgefährlichen Untertage-Betriebe, um ihre Familien zu ernähren. Was bleibt ihnen in einem armen Land wie Chile auch anders übrig?
Dass sich die Sicherheitsstandards dort nach dem Unglück kurzfristig verbessern werden, damit dürfte in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sein. Kritisch gesehen geht es den Arbeitern nicht besser, als ihren Kumpel in Russland und China. Besonders im Reich der Mitte gibt es beim Abbau des “schwarzen Goldes” jedes Jahr Tausende von Toten, ohne dass diese je erfasst werden.
Eingedenk dieser erschreckenden Bilanz hatten die chilenischen Kumpel unglaubliches Glück im Unglück. Weil sie am Ende vor den Augen der Weltöffentlichkeit auf so wunderbare Weise gerettet werden konnten.



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