Verfasst von: baffyscorpion | 11. Oktober 2010

Ebooks

Ebooks – elektronische Bücher contra Bücher, lesen statt Download

Die weltgrößte Bücherschau in Frankfurt mit über 7500 Ausstellern und knapp 300 Tausend Besuchern ist gestern zu Ende gegangen. Großes Thema sind die elektronischen Bücher, die sogenannten E-Books.

Dank superleichter Lesegeräte sind sie handlich und augenfreundlich und wie ein handy zu benutzen. Doch können sie wirklich einmal das angestammte Buch verdrängen? Zurzeit finden sie hierzulande noch wenige Freunde, während in den USA jedes zehnte Buch bereits ein E-Book ist. Doch kann das die Zukunft des Lesens sein?

Es ist der schnelle Konsum von Texten mit wenig Aussicht auf Innehalten. Das Internet macht es möglich: Schnell das nächste Buch heruntergeladen. Doch was nimmt man mit, für sich, fürs Leben? Und auch deshalb wird das Buch überleben: Man kann es riechen und mit den Augen begreifen, es lässt sich verschenken, man kann etwas hineinschreiben und es mit sich herumtragen.

Man kann in ihm herumblättern und zufällig auf etwas stoßen, was zu neuen Anregungen führt. Das Buch will “erstöbert” werden, braucht den Service durch den Buchhändler, seine Empfehlung in einem Markt mit hunderttausenden Neuerscheinungen. Es verschafft ein wohligeres Gefühl als die digitalen Zeichen, mit denen die meisten menschen täglich an ihren Arbeitsplätzen konfrontiert werden.

Ein Buch ist einfach mehr als ein geschriebener Text und was hätte wohl Spitzwegs “Bücherwurm” zum E-Book gesagt?


Antworten

  1. Hallo zusammen,

    tolle Sache, so ein Teil. Man kann Bücher mitnehmen, wohin man will, ohne unnötige Kilos zu schleppen und je nach RAM sind es dann auch viele Bücher.

    Leider gibts noch nicht alles in E-Form als Futter und selbst die Verlage neigen schämend ihr Haupt.

    Und dann kommt das größte Problem auf den lesefreudigen Bahn/Tram/Bus-Fahrer zu: wohin überhaupt, so kurz vor Weihnachten… vielleicht bekommt man so einen Reader erst geschenkt…

    lG
    Lutz

  2. Es ist schade, dass der deutsche Markt sich so sträubt. Man sollte am Beispiel Musikindustrie lernen, dass es nicht gut ist, das Internet zu verteufeln. Man muss die neuen Möglichkeiten für seine Produkte nutzen (wie z.B. Apple das mit iTunes vorgemacht hat). Über kurz oder lang wird der Markt für eBooks noch kräftig wachsen.


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