Gut rechnen können, gehört zu guter Bildung
Es erinnert ein bißchen an die Geschichte vom Hasen und vom Igel. Vor gerade einmal einem Jahr haben Bund und Länder beim Bildungsgipfel beschlossen, bis zum Jahr 2015 die Ausgaben für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes zu erhöhen. Am Donnerstag bekräftigten CDU und FDP dies als Ergebnis ihrer Koalitionsverhandlungen. Gleichzeitig sagen die Finanzminister der Länder, dass das Ziel schon erreicht sei.
Ein herber Schlag für Bundes- und Bildungspolitiker, denn die Länder haben keinen zusätzlichen Euro ausgegeben. Sie rechnen sich einfach ihre Ausgaben schön. Dazu gehört etwa, dass das komplette Kindergeld für Volljährige plötzlich als Bildungsausgabe verbucht wird, dazu gehört auch, dass die Pensionen für Lehrer und Professoren in der Statistik den Bildungsausgaben zugeschlagen werden.
Besonders freuen sich die Finanzminister aber über die Wirtschaftskrise, durch die das Bruttoinlandsprodukt sinkt und damit auch die daran gekoppelte Summe, die sie aufbringen müssten. Mit den Rechentricks wachsen die Ausgaben für die Bildung und Forschung mir nichts, dir nichts um rund neun Milliarden Euro ohne dass ein Kind und ein Jugendlicher auch nur irgendwas davon hat.
Gut rechnen zu können, gehört sicher zu guter Bildung dazu, Taschenspielertricks haben damit aber nichts zu tun.









Hi,
also genau betrachtet, funktioniert das ganze System der Politik, das uns vorgegaukelt wird irgendwie auf Taschenspielertricks.
Lügen bauen sich auf weiteren Lügen auf und pünktlich nach der Bundestagswahl scheinen alle plötzlich an kollektiver Amnesie zu leiden.
Die Bürger sollen glauben, dass das Geld sinnvoll ausgegeben wird, dabei ist es nicht einmal das eigene Geld, sondern ein Kapital resultierend aus einem enormen Schuldenberg resultiert. Da fängt schon die erste Lüge an!
Schlimm ist nur, dass viele die Schönrechnerei unserer Politiker glauben – eben die Manipulation über die Medien.
Viele Grüße
Patricia
Von: Patricia am 28. Oktober 2009
um 10:39