Verfasst von: baffyscorpion | 20. Oktober 2009

Milliarden verprasst

Die öffentliche Verschwendung hat einen neuen Rekordstand erreicht 

Milliarden verprassenRund 30 Milliarden Euro wurden, so der Steuerzahlerbund in seinem neuen Schwarzbuch, im vergangenen Jahr von Bund, Ländern und Kommunen verprasst, verschwendet oder in den Sand gesetzt.

Sachsen-Anhalt fiel mit EU-Fördergeldern für die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft nichts besseres ein, als eine Modenschau für Nutztiere zu veranstalten. Lübeck mietet zwei Designertoiletten für den Markt an und zahlt dafür 130.000 Euro im Jahr. Für zwei Jahresmieten könnte die Stadt die öffentliche Bedürfnisanstalt auch selbst bauen und wäre die dauerhafte Mietbelastung los.

Das nordrhein-westfälische Schulministerium gönnt sich für 500.000 Euro jährlich externe Berater, die Pannen beim Zentralabitur verhindern sollen.

In Köln werden pro Jahr 100.000 Euro ausgegeben, um dreimal täglich den Heinrich Böll-Platz zu sperren, damit die Geräusche von Stöckelschuhen den Konzertgenuss in der Philharmonie nicht stören – eine Schallisolierung wäre auf Dauer sicher billiger.

Die Liste der Verschwendungen, die der Steuerzahlerbund dokumentiert, ist lang, sie zählt genau 128 Fälle und sie erscheint bereits zum 37. Mal. Viele der Fälle klingen wie Schildbürgerstreiche, über die man gut lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre. Denn verprasst wird hier nicht Privatvermögen, sondern das hart erarbeitete Geld aller Steuerzahler.


Antworten

  1. Hi,

    diese Meldungen vom Steuerzahlerbund sind immer wieder unfassbar. Da wird mit dem Geld umgegangen, als würde Deutschland einen Geldbaum besitzen, an dem man nur zu rütteln braucht.

    Da wäre es doch mal interessant, wenn diese sinnlosen Ausgaben dann auch tatsächlich von den „Diäten“ abgezogen werden würden. Warum das überhaupt als Diäten bezeichnet wird, ist mir bis heute noch schleierhaft.

    Seltsam ist auch, dass sicht trotz allem nichts daran ändert!

    Viele Grüße
    Patricia


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