Alte Liebe rostet nicht! …so verspricht es zumindest ein altes deutsches Sprichwort, aber stimmt dies in unseren Tagen immer noch?
Zumindest in der politischen Landschaft scheinen sich alte idiologische Verbundenheiten recht schnell und nachhaltig in Luft aufzulösen, wenn es denn aktuell – politisch nicht mehr so ganz passend zu sein scheint?
Wir erinnern uns bitte:
Oscar Lafontaine (Bildquelle Wikipedia) war in den 80igern und 90igern nicht nur mehrfach Saarländischer Ministerpräsident mit SPD- Parteibuch, sondern auch zwei Mal deren designierter Kanzlerkandidat und verfehlte dieses Amt jeweils nur sehr knapp gegen Kohl & Co. Zuletzt gelang es Lafontaine & Schröder 1998 gemeinsam die Bundestagswahl für sich zu entscheiden und wurde Bundesfinanzminister, damals war kein Geringerer als Oscar Lafontaine auch Parteivorsitzender der SPD.
Wenn Bürger dies offenbar schnell wieder vergessen wundert mich dies nicht sonderlich.
Wenn jedoch Personen die früher mit ihrer Stimme innerhalb der eigenen Partei brav dafür gesorgt haben ( ich denke schon mit einer gewissen Überzeugung) dass Oscar Lafontaine diese Spitzenpositionen dort bekleiden konnte, sollten solche Personen dies jedoch nicht so schnell in der Öffentlichkeit als Schnee von Gestern darstellen – bzw. dies in heutigen Tagen versuchen!
Ein Herr Frank-Walter Steinmeier war damals eine der Personen, die Oscar Lafontaine innerparteilich zu 100% unterstützt haben.
Heute möchte man dies offenbar lieber nicht mehr so ganz wahr haben?
In Kiel ließ die SPD ein Team von xtra3 durch die Polizei vom Platz werfen, weil dieses genau auf diese früheren Zusammenhänge in Form eines alten Plakates hinweisen wollte, hier das passende Video dazu:
Dazu ist sicher nicht mehr viel zu sagen…
Was hätte die Kieler SPD gemacht wenn dort Oscar Lafontaine selbst auf dem Platz erschienen wäre, hätte man dann auch den eigenen früheren Parteivorsitzenden vom Platz verwiesen?
Geht man so mit der eigenen Vergangeheit um und bleibt dabei glaubwürdig? Sicher kann man es nicht mehr zählen, wie oft beide Personen gemeinsam die Internationale gesungen haben, soll dies nun wirklich nicht mehr wahr sein?
Ich denke nicht.
Für mich persönlich, der ich rund 35 Jahre lang die SPD gewählt habe ist solch eine Entwicklung wie wir diese in den letzten Jahren anhand vieler Beispiele beobachten durften, lediglich Ausdruck davon wie weit sich die SPD mittlerweile von den eigenen (früheren) sozialpolitischen Grundsätzen entfernt hat.
Ich wähle auch weiterhin rot, jedoch mit einer kleinen aber nicht unwichtigen Farbtonkorrektur im Detail.








