Bloggen ist ein Hobby, bei der weitaus grösseren Mehrheit ist dies sicher immer noch der Fall.
Ein Blog ist nichts weiter als der Spiegel der eigenen Gedanken, zumindest lag dort einmal der Ursprung zur Entstehung von Blogs. Ich weiß nicht wie es den Lesern oder anderen Bloggern geht, bei mir ist mein „Elektronisches Tagebuch“ auch ein Stück weit innere Auseinandersetzung mit allen möglichen Themen, genauso wie das klassische Tagebuch, dass man früher vielleicht einmal zu den eigenen Ängten, Erwartungen und Freuden führte, jedoch irgendwie immer nur dann hervorholte, wenn man innerlich besonders angespannt war und seine Gedanken auf diese Weise etwas ordnen wollte. Mir ist es eigentlich nie gelungen dort regelmässig zu schreiben, zu wichtig war mir immer das Reallife, beim Bloggen ist dies ähnlich …aber anders.
Mal hat man einen guten Tag, mal einen schlechteren, hin und wieder sogar einen …“Geistesblitz“
…von dem man annimmt, dass er ganz gut ins eigene „Blog- Image“ passen würde, welches jedoch erst einmal aufgebaut sein muss, bevor es lang oder zumindest mittelfristig, auch in weiteren Teilen der Szene überhaupt wahrgenommen wird. Wem es denn schlussendlich gelungen ist seinem Blog ein gewisses, möglichst nicht so leicht verwechselbares Image zu verpassen, brauchte es dazu jedoch zuerst einmal etwas ganz anderes, nämlich einen eigenen Stil beim Schreiben.
Schon sind wir bei Stilfragen:
Hat ein Blog erst einmal ein eigenes Image, besteht jedoch auch eine beständige Erwartungshaltung dazu, diesem auch künftig möglichst oft und nachhaltig gerecht werden zu können. Eigentlich ist es damit schon vorbei, mit dem unbekümmerten Bloggen… Der eigene Blog wird zum Projekt mit externen Erwartungen und internen Zielvorgaben, zumindest wurde gedanklich eine dazu passende Ausrichtung entwickelt.
Ist Bloggen tatsächlich nichts weiter als der moderne Fortschritt der Kneipen- Kultur und/oder eine Art Wurmfortsatz von Nachbarschaftsklatsch?
Es gibt unzählige Ansätze wozu und mit welchem Hintergrund ein Blog entsteht, einen haben alle gemeinsam, der Blogger möchte sich mitteilen, keine Selbstgespräche führen, reflektieren, polarisieren, diskutieren und sich austauschen. Im Grunde lösen Blogs in weiten Teilen daher die gute alte Kommunikation am Tresen von Kneipen, dem Stammtisch, dem Frühschoppen oder wenn man es denn so sehen möchte, auch ein Stück weit Gespräche im Freundeskreis ab. Der wesentliche Vorteil liegt wohl auch darin, dass man seinen eigenen Hintern dazu nicht einmal vor die Tür schaffen muss? Auch diese Anlagen verlagern sich damit unweigerlich zum Teil auf dieses Medium. Ein weiterer Unterschied besteht sicher auch darin, es beim Bloggen weniger mit guten Bekannten zu tun zu haben, sondern fast durchweg mit „Durchreisenden“ / Fremden, mit denen man dadurch in einer Art Multi- Dialog steht?
Natürlich spielt dabei auch der Hintergrund eine nicht zu vernachlässigende Rolle, dass der Blogger während der Zeit die er mit seinem Blog verbringt, eben den klassischen, sozialen Kommunikationsfeldern in seinem Umfeld weniger zur Verfügung steht, exakt um jenen Zeitfaktor nämlich, den er ersatzweise für das Bloggen am Rechner aufwendet. Wenn man denn also schon Abstriche im Bereich der eigenen Freizeit und reale, soziale Kontakte zugunsten des Blogges herstellt, sollte dies meiner Meinung auch mit Hintergrund des persönlichen Nutzen passieren. Bezweckt wird dies sicherlich von jedem Blogger, aber wird dieser Ansatz damit auch tatsächlich erfüllt?
So muss sich jeder Blogger tatsächlich auch immer wieder die banale Frage stellen, wozu und für wen (und mit welchem Ziel) eigentlich, er sich immer wieder diese Arbeit macht?
Genau aus diesem Grunde steht in oberer Überschrift der Begriff:
Intension …und nicht Intention.
Intensionen haben also etwas mit Eifer, Kraft, Logik oder Sinn zu tun, mit der eine Handlung betrieben wird und haben daher nichts mit der Intention (zu irgendeiner Absicht oder einem Vorhaben) zu tun, dies muss wohl tatsächlich sogar Personen zunächst einmal nachhaltig erklärt sein, von denen man die Notwendigkeit dazu nicht unbedingt erwartet hätte. Erst letzte Woche noch konnte ich beobachten, dass es tatsächlich Leute gibt die offenbar den Unterschied nicht kennen und sich mit einem völlig albernen Artikel über ein Interview äusserten, innerhalb dessen ich diesen Begriff einmal verwendet hatte.
Manchmal denke ich, dass viele der Blogkollegen den eigenen Artikelinhalten schlichtweg zu wenig Aufmerksamkeit schenken, noch weniger offensichtlich, als den Artikelinhalten anderer Blogger. Schnell hingepinnt und weg…
Wozu soll dies aber gut sein?
Man sollte sich meiner Meinung nach viel mehr dessen bewusst bleiben, dass das Internet auch ein Mosaik aller Teilnehmer ist. So blogge ich zu meinem Privatvergnügen, über die Inhalte kann man gern trefflich (mit mir) streiten – wenn dies auf einer sachlichen Ebene geschieht, ansonsten sollte man so manches Statement (Kommentare) dazu wohl besser schlichtweg ignorieren.
Oberlehrer sein wollen, Gemütskühlung, Stalking, bewusste Diffamierung Dritter, Trolle, sind Elemente die untrennbar mit dem Internet verbunden sind, jeder wird dazu schon seine eigenen Erfahrungen gesammelt haben.
Wann immer ich mich frage warum solche Menschen diese Wege einfach nicht verlassen können, komme ich dabei zum gleichen Ergebnis:
Hilflosigkeit, mangelndes Selbstbewusstsein, verminderte (durch eigene Befindlichkeiten getrübte) Auffassungsgabe und Aufnahmefähigkeit, soziale Defizite aufgrund der im Internet weitestgehend bestehenden Anonymität sind, so scheint es mir, die Hintergründe warum manche Menschen glauben sie könnten einen ordentlichen Umgang miteinander, durch dümmliche Angriffe mittels der Tastatur vom stillen Kämmerlein aus ersetzen.
Ein Blogger, sofern er inhaltlich nicht ständig den Mainstream bedienen möchte, setzt sich auch diesen Elementen des Internet ständig aus, der Umgang damit stumpft mit der Zeit etwas ab, zumindest ist dies bei mir genau so der Fall. Es wird immer Leser geben die gänzlich anderer Ansicht sind als ein Blogautor, warum auch nicht? Ein sinnvoller Dialog kann nur auf Basis unterschiedlicher Standpunkte geführt werden, Haltepunkt sollte dabei jedoch immer die möglichst schlüssige Argumentation sein.
Dazu gern ein Fallbeispiel:
So schreibt der eine Fachmann zum Thema SEO, dass er bei mir seit langem den inhaltlich besten Artikel dazu gelesen hätte, ein anderer sagt ich habe in weiten Teilen Recht mit meinen kritischen Anmerkungen zum relevanten Umfeld, wieder ein Anderer schreibt ich sei wohl eher umfassend “unwissend“ zum kompletten Themenbereich?
Gern kann man sich nun selbst aussuchen, was bei meiner Art zu schreiben wohl tatsächlich (aber bitte mit Fokus auf die Inhalte) zutreffend ist. Fakt ist, dass meine Artikelreihe zum Thema SEO genau die Personen dazu angeregt hat einmal etwas intensiver darüber nachzudenken, die sich primär damit angesprochen fühlen sollten. Wer sich dabei lediglich an meiner Person reibt, hat offensichtlich die primären, inhaltlichen Aussagen entweder komplett verpasst, schlichtweg nicht aufgenommen, oder wenn, dann wohl lediglich eher emotional interpretiert.
Polarisieren ist also völlig in Ordnung:
Bein Bloggen (sonst eher nicht) bediene ich mich sehr häufig dieses Hilfsmittels um zu einem Thema ein gewisses Interesse herzustellen, nur muss man auf der anderen Seite eben auch bereit dazu sein ein nachhaltiges Maß an (teilweise) berechtigter Prügel dafür vertragen/ aushalten zu können …oder noch besser, argumentativ in der Lage sein um Kritik zur Festigung oder Bestätigung der vorgetragenen Standpunkte, nachfolgend im Kommentarbereich nutzen zu können.
Bloggen ist also immer dann nicht einfach, wenn man sich inhaltlich vom üblichen „Blogeinheitsbrei“ etwas absetzen möchte.
Schreiben können gehört dazu:
Es gibt Blogger, die schaffen es tatsächlich auf ihrem gesamten Blog fast keinen einzigen Absatz von vielleicht drei zusammenhängenden Sätzen in Folge zu schreiben, daneben gibt es natürlich auch solche Typen wie mich, die ihre Leser mit den merkwürdigsten Satzkonstruktionen und Endlossätzen mittels erfundener Zweck- Kommata nerven.
Blogger sollten Informationen nicht nur transportieren sondern auch selbst schaffen.
Natürlich ist es auch stark von der Ausrichtung eines Blog abhängig, ob bestimmte Inhalte tatsächlich sinnvoll und themengerecht integriert werden können. Wer jedoch lediglich ein Transportmedium für immer das gleiche Thema ist, kommt dabei irgendwann auf dem Niveau der Bildzeitung an. Sehr gute Beispiele sind dazu irgendwelche nichtsnutzigen Promi- Klatsch, DSDS, holt mich hier raus, GZSZ, Gina- Liesa betonte, oder gar völlig tittenlastige Blogs. Diese braucht doch nun wirklich kein Mensch, diese Bereiche können etablierte Medien ohnehin viel besser bedienen.
Wer sich als Blogger solchen Themen verschreibt, hat sicher einzig die AdSense – Uhr im Auge, ansonsten scheint mir dort wohl ein umfassend intellektueller Notstand zu herrschen.
Ein ähnliches Problem haben meiner Ansicht nach aber auch Blogs, die sich rein dem Thema Technik, Hardware, Mobilfunk oder dem Oberbegriff Kommunikation verschrieben haben, wo bleibt dabei die eigentliche Blog- Personality, wenn dort lediglich ein paar technische Fakten, Daten und Produktbeschreibungen wiederholt werden, die anderenortes schon längst von diversen PC- Magazinen oder dem Hersteller / Anbieter selbst vorher per Pressemitteilung an unzählige Fachmedien verteilt wurden?
Der gleiche Unterschied in Bezug zur Qualität von Information ist natürlich auch in allen anderen Bereichen unserer recht breit gefächerten Medienlandschaft zu finden, das Internet ist also lediglich ein Fortführung dessen, allerdings unter Beteiligung von Jedermann der sich dazu geneigt oder berufen sieht. Mit letzter Anmerkung beziehe ich mich natürlich nicht auf letztgenannte Blogger- Gruppe.
Daher bevorzuge ich selbst als Leser grundsätzlich Blogs die eine gewisse Ausgewogenheit zu Themen, wechselnden Inhalten und nicht immer wieder den gleichen Senf zu immer dem gleichen Hintergrundthema anbieten.
Themen- Blogs haben es besonders schwer, zwar bieten diese ausgesprochen detaillierte Sachinformation zum jeweiligen Schwerpunktthema, diese lesen sich jedoch zumeisst eher ermüdend langweilig, dort wird auch besonders viel an Information Dritter weiter transportiert, jedoch kaum einmal etwas selbst an Inhalt produziert. Dort empfehle ich die oben in einem Artikel vorgestellte Information oder Neuheit unten zu kommentieren um dem ganzen eine persönliche Note zu verleihen. Wozu sollte sonst im Anschluss kommentiert werden können?
„Oh ja, wusste ich noch nicht, Danke für die Info?“
Da ich selbst neben diesem Blog hier auch (jedoch eher sporadisch, genau aus diesem Grunde) einen Themen- Blog betreibe, bin ich diesbezüglich selbst auch Wiederholungstäter, allerdings habe ich eine andere Art entwickelt dort auf aktuelle Bereiche einzugehen. Nachahmung ist dabei jedoch nicht empfohlen, man macht sich damit bedeutend mehr Feinde als Freunde. In unseren Tagen werden kontrovers aufbereitete und kritisch kommentierte Vorgänge von den Betroffenen auch immer wieder gern als Diffamierung aufgefasst. Ich nenne es schlichtweg meine persönliche Meinung dazu.
In oben verlinktem Artikel schreibe ich warum ich solche Internet- Werbekampagnen auf dem Rücken einer Hunderasse, für wenig überzeugend halte und grundsätzlich ablehne. Show ohne relevanten Inhalt oder tatsächlichem Mehrwert für einen Themeninteressierten ist lediglich beschönigte Selbstdarstellung zum Nachteil der Mitbewerber, weiter nichts. Nur sagen muss dies auch mal jemand dürfen.
So ist mein Hundeblog der Bildzeitung nicht unähnlich jedoch nicht etwa wegen der Inhalte. Kaum jemand kommentiert, weil es auf der anderen Seite keinerlei Argumente gegen das dort Gesagte gibt.
Wer will auch überzeugend die Wahrheit in Form von Fakten in Frage stellen können?
Jeder der Rasseinteressierten liest dort, aber niemand würde dies zugeben, es könnte ja irgendwo, irgendwann von einer bestimmten Gruppe gegen ihn verwendet werden. Albern aber wahr.
Frequenz:
Ich blogge nach den Internen Stats, so banal dies klingt. Wenn ich sehe, das die Referrer auf den letzten Artikel nachlassen, oder gar nicht erst zustande kommen, muss halt was Neues her. Überhaupt bloggen Blogger wohl primär nicht für sich selbst, sondern für Leser. Manchmal scheint mir dies vergessen worden zu sein. Dies soll aber keineswegs heißen, dass gebloggt werden sollte was von dort möglicherweise gern gelesen wird, was ein Leser nicht gern lesen möchte stösst in der Regel auf mindestens ebensoviel Interesse, wenn nicht sogar auf mehr. Auch diesen Aspekt sollte man immer wieder einmal bedienen, aber nicht unbedingt dabei übertreiben. Die richtige Mischung machts.
Vorbereitungen zu einem Artikel?:
…treffe ich nicht immer, sogar eher selten. Zumeisst recherchiere ich ein Thema sogar erst während ich den Artikel dazu schreibe, entnehme Ergänzungen aus dem Netz, manchmal verlinke ich nachfolgend im Textbezug dort hin .
Am Anfang steht bei mir immer erst einmal die Idee zu einer Überschrift, der Text danach entsteht quasi aus dem hohlen Bauch.
Dies hört sich vielleicht etwas verrückt an, ist aber so. Auch schreibe ich in letzter Zeit fast immer nach einem ähnlichen Konzept. Überschrift, Einleitung, inhaltliche Aussage, wenn es sinnvoll ist zusätzliche Erklärungen zur vorgetragenen Haltung und abschliessend immer noch einmal einen kleinen Bogen zur Überschrift. Auch gehe ich mit einem Artikel danach nur selten online, zuerst lese ich noch einmal etwas quer was andere zu einem ähnlichen Thema geschrieben haben und versuche es anders umzusetzen, nicht selten finde ich weitere Anregungen die ich nachfolgend ergänze. Dann muss bei mir ein Bild zum Zusammenhang her, ohne gefällt es mir einfach nicht. Dann erst kümmere ich mich um Keywords, ändere ggf. den Text dahingehend ab und fertig.
Monetarisierung: ??
Dieser Begriff scheint bei immer mehr Blogs eine fast übergeordnete Rolle zu spielen? Gott, wie ich dieses unselige Wort geradezu hasse! Irgendein Depp hat es wohl mal in frühen Zeiten des Web2.0 erfunden, seither wird es überall nachgeplappert als sei es tatsächlich ein gültiger Teil unserer Sprachkultur.
Als ob das Wort Vermarktung nicht allemal besser dazu geeignet wäre den damit gemeinten Hintergrund zu beschreiben? Was ich grundsätzlich vom Geldverdienen mittels eines Blog halte, habe ich in oben erwähntem Interview bereits recht deutlich gesagt. Ich brauche jedenfalls keine Werbeeinblendungen in, neben oder gar vor dem Text den ich lesen möchte, Andere sollen da gern machen was diese für richtig halten.
Mir fallen zum Thema Blog- Intensionen noch tausende andere von Beispielen ein, diese muss ich aber nicht unbedingt in einem einzigen Artikel verhackstücken.
Bloggen soll Spaß machen, denke ich, auch dem Leser. Solange man in einem Artikel Überzeugung, Qualität in Bezug zur angebotenen Information und eine Portion Herzblut UND (noch wichtiger) eigene Meinung des Bloggers zu einem x-beliebigen Thema vorfindet, findet ein Leser wonach er möglicherweise schon länger gesucht hat. Artikel im Stil eines Telegramms bieten dies nicht, sind aber immer mehr die Tagesordnung in der Blogszene.
Dort wo das Bloggen schon lange kein Hobby mehr ist, stelle ich diese Grundsätze schon länger in Frage. Immer mehr sehe ich jedoch diese Tendenzen wachsen, ich bedaure dies aus den genannten Gründen. Mir ist jedenfalls ein ordentlicher Artikel mehr wert als 5 mehr oder weniger nichtssagende Kurzfassungen, dies gilt für meinen eigenen Kram, aber auch für andere Blogs in denen ich lese. Intensionen wachsen nicht auf den Bäumen im Nachbargarten, diese muss man schon selbst, ganz speziell für den eigenen Bereich entwickeln und austesten.









Kompliment an den Inhalt und die Verfassung der einzelnen Themen. Werde mich intensiv als Bettlektüre damit befassen…
Von: Andy am 4. Mai 2009
um 10:49
Hi Andy,
aber nicht gleich wegschlafen…
Von: impuls2008 am 4. Mai 2009
um 11:54
Glaube nicht, da dies eine Materie ist die echt Interessiert.
Von: Andy am 4. Mai 2009
um 12:37
Hallo zusammen,
das WWW ist gerade für jüngere (also jünger als z.B. ich) eine gewohnte Sache. Man wächst damit auf und sieht es als Bestandteil des Vorhandenen.
Nun verfolge ich das Geschehen schon seit seines Entstehens (wie andere ebenfalls…) und frage mich, was kommt danach.
Blogs gibt’s reichlich, zu jedem Thema 3 Dutzend und täglich werden es mehr. Qualitätsansprüche lassen wir an dieser Stelle einmal mehr unter den Tisch fallen, denn der Trend geht zu MEHR-BLOGS pro Person/Betreiber/etc.
All das ist ok, soll mich nicht interessieren, ist mir wurscht. Mich springt immer wieder die Frage an, was danach kommt; nach dem „Blog-Hype“? Wer ist da der Erste der Stunde, der Protagonist, der Trendsetter? Bloggen ist irgendwann mal völlig out, keine Frage.
Keine Sau interessiert sich für die dicken Füße irgendeiner völlig unbekannten Person, kein Mensch will lesen, wie ein Baby kotzt und die Bluse der Oma danach riecht und kein Schwein ruft täglich 48 Millionen Feeds auf…
Es ist wie in der Mode. Plötzlich sagt einer vor, was der Rest der Welt tragen soll und zum Erstaunen aller, macht man es dann auch. Was also kommt nach den Blogs? Das ist für mich erheblich relevanter, als die Tatsache, dass es welche gibt…
lG
Lutz
Von: Deutschflüsterer am 4. Mai 2009
um 2:03
So jetzt kann ich auch mitreden und habe mir gestern aberd wie versprochen im Bett deinen Artikel durchgelesen. Mit voller Begeisterung. Gewissen Dinge brauchen einfach seine Ruhe. Deine Denkweisen sind für mich sehr einleuchtend, wenn Sie auch nicht immer mit meiner übereinstimmt.
Aber da setckt echt ne Menge Arbeit dahinter
Von: Andy am 5. Mai 2009
um 10:44
Wow, ich bin wirklich beeindruckt. Solch einen ausgewogenen und durchdachten Artikel zum Thema Bloggen habe ich selten – d.h. noch nie – gelesen. Macht Lust auf mehr und wird gleich abonniert.
Wollte ich jetzt auf jeden einzelnen oben angeführten Punkt eingehen, würde ich wahrscheinlich noch bis morgen früh hier dran sitzen; aber ein paar Gedanken will ich schon noch los werden:
- die Mehrzahl an Blogs ist nach wie vor einfach nur Makulatur, weshalb ich die Kritik gerade aus Richtung der „klassischen Medien“ gut nachvollziehen kann
- auf der anderen Seite ist das Blogformat eine tolle Möglichkeit für jeden, der sich ein wenig Mühe gibt, seine Meinungen zu verbreiten und zum Nachdenken anzuregen bzw. Impulse zu geben
- auf Dauer werden sich die „guten“ Blogs immer durchsetzen, wobei ich einem „gut gemachten“ DSDS-Blog ebenso Daseinsberechtigung zugestehe (selbst wenn ich den nicht lesen werde), als auch einem Blog, der mir tatsächlich neue (wirkliche) Erkenntnisse bringt
- Blogs sollen Spaß machen, das ist wirklich auch meine erste Maxime; dabei ist es aber durchaus legitim rumzuexperimentieren, auch wenn es in Richtung Vermarktung geht (man muss es ja nicht übertreiben).
Ich bin gespannt, wie sich die Bloggerszene entwickeln wird, und ob sie vielleicht einen größeren Platz im Konzert der neuen Medien einnimmt. Potenzial nach oben (auch qualitativ) ist auf jeden Fall noch vorhanden…
Von: gentle.rocker am 12. Mai 2009
um 10:16
Für mich ist Bloggen Balsam für die Seele: http://bit.ly/veDsb
Von: prinzrupi am 13. Mai 2009
um 4:07