Verfasst von: impuls2008 | 10. März 2009

Ist der Tibet tatsächlich ein Teil Chinas?

tibet1Wie immer bestehen auch zu diesem Thema eine Menge ganz unterschiedlicher Standpunkte. Drüben auf meinen Do Khyi Blog schreibe ich warum ich dazu einen etwas anderen Hintergrund sehe und vertrete, als dies durch die Propagandabeauftragten Chinas immer wieder bis weit in die westliche Welt verbreitet wird. Für mich war und ist die Besetzung des friedlichen Tibet vor heute genau 50 Jahren, nichts weiter als ein Akt von weltpolitisch geduldeter Barbarei zur Ausbeutung der Rohstoffe und Zerstörung der dortigen Kultur.


Antworten

  1. Hallo Felix,

    man stelle 360 Personen um einen Holzpfosten auf. Jede Person betrachtet also diesen Pfosten. Die jeweilig einer gegenüberstehenden Person Schauenden, sehen niemals die Fläche, die dieser sieht.

    Wir betrachten die Welt lediglich aus unsren Augen, nicht aus den Augen eines anderen. Wir denken nicht chinesisch, kleiden uns anders, besitzen eine völlig andere Speisekarte und werden niemals dort aufwachsen, weil niemals dort geboren sind.

    Wir kennen das Sauerland noch nicht einmal, sondern fliegen in den Süden, um dort den Urlaub zu verbringen. Wir kennen Tibet und China nicht. Wir kennen noch nicht einmal das Sudetenland…

    Und dann ereilt uns doch wieder etwas „chinesisches“ wenn Konfuzius erklingt, der da sagte:

    „Frage Tausend Menschen und du erhältst Tausend Meinungen.“

    lG
    Lutz

  2. Hallo Lutz,

    Du hast natürlich völlig Recht mit deiner oberen Anmerkung, auch ist mir die Metapher die damit verbunden ist keineswegs entgangen, ABER:

    Auch wenn ich weder Tibeter noch Chinese bin sondern ein mit/durch westlich orientiertem/geprägtem Gedankengut und Werten erzogener Europäer, weiß ich, dass es nicht richtig ist einem schwächeren Nachbarn ALLES zu nehmen was bisher in dessen Besitz war, nur weil ich es selbst begehre – um dieses dann anschließend kurzerhand zu meinem eigenen Besitz zu erklären.

    Dazu fehlt mir selbst im Kleinen um die Ecke jegliches Verständnis, als/unter Weltpolitischen Hintergrund in Verbindung mit tausenden von Toten, der kulturellen Zerstörung in diesem Land und der fortlaufenden Verspottung des dortigen Glaubens betrachtet, kann ich dies erst recht nicht nachvollziehen.

    Dies ist nicht nur Unrecht, sondern Barbarei, dazu kann man eine “Meinung” haben, aber auch durchaus einen gefestigten Standpunkt.

    Ich betrachte dies Thema natürlich polarisiert, aber auch akzentuiert.

    Für mich sind deswegen nicht alle Chinesen Barbaren, aber mit Sicherheit auch nicht die “Befreier” dieses kleinen Landes.

  3. In der FAZ stand es , glaube ich und es will keine Wertschätzung sein. Peter Scholl-Latour äußerte sich in einem aktuellen Interview sinnesgemäß folgend:

    “Ich glaube langsam, es gibt keine guten Menschen.”

    Ohne nun Herrn Scholl-Latour huldigen zu wollen kann ich für meine Wenigkeit sagen, dass ich (privat) ebenso ticke.

    In der Öffentlichkeit ticken wir wohl alle ein wenig anders…

    China betrieb schon immer eine etwas andere Art von Politik, wie jüngst bei den Spielen wieder festzustellen war. Die Mauer (die chinesische) ist nicht vom Himmel gefallen…

    lG
    Lutz

  4. Ach Lutz,

    ich glaube es ist alles viel einfacher, obwohl dies bei dieser Tragweite sicher die falsche Vokabel ist.

    Jeder von uns trägt beide Regungen in sich, egal ob Asiat, Hindu oder Europäer mit sonswas für einem Glauben.

    Alle wissen was eigentlich richtig oder falsch ist, nicht immer bietet sich jedoch die Gelegenheit das RICHTIGE tun oder unterstützen zu können, es gibt zu Allem & Jedem übergeordnete Zwänge.

    Der gleiche Mensch handelt in der Position eines Betriebsratsmitgliedes ganz anders als würde er Mitglied der Führungebene eines Unternehmens sein, ich hatte schon beide Gelegenheiten und kann sagen, dass auch ich dabei keine Ausnahme machte.

    Aufgabenstellung und Selbstverständnis bilden letztlich ein Resultat in der Handlung.

    Überzeugungen sind recht leicht verformbar.

    Ehrlich, bietet mir morgen einer eine Rezension für 5.000 Dollar an, schreibe ich auch gern mal eine halbe Stunde lang was, was ich innerlich nicht unbedingt stützen würde, da sollte man sich besser nichts vormachen.

    Wie gut, dass ich fürs Bloggen nicht bezahlt werde ;-)

  5. ///
    Ehrlich, bietet mir morgen einer eine Rezension für 5.000 Dollar an, schreibe ich auch gern mal eine halbe Stunde lang was, was ich innerlich nicht unbedingt stützen würde, da sollte man sich besser nichts vormachen.
    ///

    Das mache ich schon seit 25 Jahren….. :lol:

    lG
    Lutz


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