Aber ohne Kommentare ist es erst recht Scheisse!
Komisch,
eigentlich dachte ich früher, zu Beginn als ich anfing zu Bloggen, dass Blogs in erster Linie ein Medium zur Verständigung halbwegs Gleichgesinnter zu irgend einem Thema wären, ähnlich wie Foren nur fortschrittlicher, aufgrund der Aktualität der Themen und den multimedialen Eigenschaften von WordPress und Co.
Auf manchen Blogs scheint dies auch ganz ordentlich zu funktionieren, auf der Mehrzahl jedoch wohl eher nicht.
Woran liegt dies eigentlich?
Dies habe ich mich schon öfter gefragt. Natürlich besucht man hin und wieder andere Blogs, kommentiert dort auch ein bisschen, sofern ein Thema mich dazu anregt selbst auch etwas dazu anmerken zu wollen.
In solchen Fragen gehe ich immer von mir selbst aus, um mögliche Hintergründe analysieren zu wollen, dies scheint jedoch eher falsch zu sein. Dass zu vielen Bereichen meine Meinung, mein Ansatz oder meine Sichtweise nicht immer auf eine breitere Zustimmung stößt, ist mir nicht neu, dessen bin ich mir auch durchaus bewusst, vielmehr bestehe ich sogar recht gern (und auch oft) darauf.
Aber gerade dann würde dies ein Grund mehr sein unterschiedliche Standpunkte diskutieren zu wollen.
Andererseits lese ich nicht selten auf anderen Blogs sowas von Dünnem Geschwafel, oftmals völlig neben einer Sache oder Thema, dazu noch fachlich falsch…und die Leute kommentieren hinterher in ähnlicher Manier, …aber sie kommentieren!
Darum sag ich auch nicht wer zu solch einem Dünnschiss wie zum unteren Video bloggt:
Der Artikel dazu hatte tatsächlich drei vollständige Sätze und 12 Kommentare.
Muss man völlig inhaltslos oder inhaltlich provozierend Bloggen um dann genau solche Leute damit anzusprechen?
Danke, da verzichte ich denn doch lieber.
Wie gesagt, Gedanken & Feststellungen über die Kommentarfunktion und deren eher dürftige Nutzung in Blogs mache ich mir nicht allein.
“Thema” ist übrigens ein interessanter Begriff im Zusammenhang:
Manchmal denke ich, einige Blogs haben gar keines?
Erst vor ein paar Tagen noch las ich auf Trendmile.com einen Artikel dazu, obwohl es dort ganz gut zu funktionieren scheint. Aber geschrieben habe ich selbst dort auch nichts (weil mir die Zeit knapp wurde) … sondern es lediglich zum Anlass genommen dies Thema nochmals aufzugreifen, weil es für mich ebenfalls eines ist. Nun hat er wenigstens einen Trackback von mir bekommen.
Dort findet sich ein interessanter Kommentar zum Thema.
Zitat:
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Letzteres kann es durchaus sein, wundern würde es mich nicht.
Auch hier findet man ein paar sehr interessante Gedanken zum Thema.
Besucherzahlen haben mit der Qualität der Beiträge leider gar nichts zu tun, besonders dieser Blog ist der allerbeste Beweis dafür. Früher mal ganz gut, ist er heute inhaltlich bestenfalls unteres Mittemaß, lebt aber immer noch recht gut von der Gnade seiner frühen Geburt und von Leuten die offensichtlich immer noch glauben, dass es etwas für das eigene Rankink bringt auf sogenannten A- Blogs zu Kommentieren. Daher reißt dieser Unsinn wohl nie ab. Nun hat der überaus angestaubte Robert B. noch einen Backlink zu seinem Schnee von gestern, den er sicher ebenfalls gebührend feiern wird.
Insgesamt stelle ich daher nüchtern fest: Auch mein Blog leidet reichlich an “Kommentarschwindsucht.”
Über 150 Posts haben in 8 Monaten knapp 180 Kommentare eingesammelt, eigentlich megadünn wenn ich bedenke, dass meine eigenen dabei ebenfalls mitgezählt sind.
In drweb.de steht wo die möglichen Ursachen dazu liegen könnten.
Zitat:
- Ein perfekter Beitrag, es steht schon alles da. Was soll man noch hinzufügen?
- Ich bin erschlagen von diesem Beitrag und muss erst einmal nachdenken.
- Ich würde gern kommentieren, doch hier tummeln sich nur Bekannte. Das könnte peinlich werden.
- Hier gibt es vor allem Streit und darauf habe ich keine Lust.
- Es wird nur selten auf Kommentare geantwortet. Das lohnt sich nicht.
- Ausschließlich Fachidioten hier. Das riskiere ich nicht.
- Schon schön hier… ich komme später wieder.
- Und was denken Sie? Eine solche Aufforderung am Ende eine Beitrages ist mir zu bedeutungsvoll.
- Technische Hürden, eine Registrierung zum Beispiel, halten mich ab.
- Nichts Besonderes hier. Ähnliches lese ich überall.
Die oberen 10 Punkte treffen mögliche Hintergründe sicher ganz gut. Aber welchen / oder welche soll man sich selbst davon an die eigene Kappe bzw. an den eigenen Blog heften?
Mit Punkt 1 könnte ich ja noch ganz gut leben…wobei Punkt 5 und 10 aber wohl eher den Kern auf vielen Blogs trifft.
Wenn man nur etwas selbstkritisch ist, stellt man diese Anmerkungen ins Verhältnis zum eigenen Blog und stellt dazu für sich selbst fest, einige der oberen Punkte haben einen durchaus nachvollziehbaren Hintergrund.
Blogbesucher und auch Blogger selbst wollen sich mitteilen, wollen diskutieren wollen ihre Meinung publizieren. Dies macht man primär wohl besonders gern dort wo man zuerst den Eindruck hat, dass es genau dort besonders viel Zustimmung zur eigenen Haltung geben könnte?
Aber geht dies nicht an vielen Themen und deren eigentlichen Sinn meilenweit vorbei?
Auch frage ich mich immer mehr, ob eine ganze Reihe von Blogs schlichtweg zur Einweg- Medienpublikation verkommen bzw. dazu genutzt werden? Denn an Besuchern mangelt es auch meinem Blog wirklich nicht.

Danke für die Info und weg…?
So beende ich diesen Artikel heute einmal mit einer Frage und nicht wie sonst bei mir üblich, mit einer Feststellung.
Oder muss ich mich jetzt tatsächlich darüber wundern ( so wie Rüdiger Hoffmann in seiner aktuellen Bühnen- Show es bereits sagte) , dass ich aufrecht gehen kann und nur recht wenig Fell habe?



Es kann aber auch sein, daß es einen profanen Grund gibt. In der heutigen Zeit nehmen viele Leute nur noch die Maus zur Hand und machen sich nicht die Mühe auch noch die tasten anzuschlagen.”