Verfasst von: impuls2008 | 9. August 2008

DER Knaller, kostenloses XP, ganz legal!

ReactOS® ist ein fortschrittliches freies quelloffenes Betriebssystem, welches eine komplette Neu-Implementierung von einem Microsoft Windows® XP-kompatiblen Betriebssystem darstellt. Das Ziel von ReactOS ist es, eine vollständige Binär-Kompatiblität für Anwendungen als auch für Treiber von NT- und XP-Betriebssystemen zu erreichen, unter Verwendung einer ähnlichen Architektur und einer vollständigen und gleichwertigen öffentlichen Benutzeroberfläche.

ReactOS ist die höchstentwickelte funktionierende Implementierung eines Windows®-ähnlichen Betriebssystems, die momentan verfügbar ist. Folglich können Programmierer viel aus dem Studium des ReactOS-Quellcodes lernen, oder sogar an der Weiterentwicklung von ReactOS teilnehmen.

ReactOS hat und wird neue Merkmale von neueren Versionen einbeziehen und wird so dem Stand der Technik bezüglich Betriebssystemen folgen oder ihn sogar selbst bestimmen.

Kurz gesagt zielt ReactOS darauf ab, Ihre Anwendungen auf Ihrer Hardware zu unterstützen – ein freies Betriebssystem für jeden!

Die Software wird derzeit als Alpha- Version kostenlos in drei Varianten zum Download angeboten:

- als Installations-CD

- als Live- CD

und als Vorinstallation unter QEMU oder Vorinstallation auf einer virtuellen VMware- Maschine. Das passende CD- Booklet findet man dann ebenfalls im Downloadbereich.

Ich habe mir gleich mal die ISO für die Live- CD gezogen und schau mir das BS in den nächsten Tagen etwas genauer an. ReactOs soll ein vollwertiger WinXP- Ersatz sein/werden. Damit dürften gekrackte XP-Serials wohl hoffentlich schon bald der Vergangenheit angehören.

…Quelle und mehr


Antworten

  1. Ruhig Blut! Ein Blick in Wikipedia normalisiert evtl die Euphorie:

    Quote:
    Das Projekt befindet sich zurzeit noch in der Alpha-Phase, weshalb ReactOS für den alltäglichen Gebrauch kaum zu empfehlen ist.

    * Sicherheit: Die Herausforderung für die Entwickler liegt darin, trotz angestrebter Kompatibilität keine Sicherheitslücken des Vorbildes „nachzubauen“.
    * Geschwindigkeit – Die Geschwindigkeit des fertigen Systems ist derzeit noch schwer abschätzbar. Durch die noch unvollständige Windows-Funktionalität ist ReactOS zur Zeit noch vergleichsweise schnell und kompakt. Trotz allem haben Leistungsoptimierungen in der momentanen Entwicklungsphase nur geringe Priorität.
    * Stabilität – Sie soll der von Windows nicht nachstehen. Dem frühen Alpha-Status des Projekts ist aber auch der Umstand geschuldet, dass die Entwickler ihren Fokus noch nicht auf solche Aspekte lenken. Die Anzahl der Blue-Screens konnte inzwischen deutlich verringert werden, es treten aber je nach BIOS-Version noch teils häufige Abstürze auf („einfrierendes“ Bild).
    * Bootzeit – Momentan noch deutlich unter der eines frisch installierten Windows, was selbstverständlich auch noch am wesentlich geringeren Funktionsumfang liegt. Analoges gilt für die Installationszeit, die auf vielen Systemen in der Größenordnung weniger Minuten liegt.
    * Testmöglichkeiten – Wer zum Testen von ReactOS eine Installation vermeiden möchte, findet eine bootbare Live-CD jeder Version vor. Versiertere Tester und Entwickler verwenden aber zumeist einen Emulator, der allerdings auch Geschwindigkeitseinbußen mit sich bringt. Hierzu stehen vorgefertigte Qemu- und VMware-Images zur Verfügung.

  2. Klar, ich bin immer ganz ruhig.

    Daher sagte ich ja:

    Die Software wird derzeit als Alpha- Version kostenlos…

    Damit dürften gekrackte XP-Serials wohl hoffentlich schon bald der Vergangenheit angehören.

  3. ReactOS nutzt größtenteils den wine-Code, um die Programme laufen zu lassen und baut darum „nur“ einen NT-Klonkernel und eine Windows-ähnliche Oberfläche. Nach meiner Erfahrung mit bisher allen Versionen ist es so, dass nur eine Hand voll Apps wirklich damit laufen, nicht annähernd so viele wie mit wine unter Linux: http://appdb.winehq.org/
    Und bevor ReactOS seinen Kernel in ein paar Jahren stabil hat, ist wine Vista Premium-zertifiziert. :D
    Ich sehe ReactOS nur als Spierlerei, das wird in absehbarer Zeit nie benutzbar werden. Sicher ein ambitioniertes Projekt, aber die Windows-Entwicklung steht nun mal auch nicht still.

  4. Hallo Maximilian,

    ich sehe es auch so, nachdem ich mir die Software zwischenzeitlich etwas genauer angesehen und via Live- CD getestet habe.
    Nun ist ReactOS derzeit noch eine Alpha- Version und kann daher noch nicht als wirklich umfänglich nutzbare „Entwicklung“ angesehen werden. Grundsätzlich finde ich den Ansatz aber sehr gut der hinter dem Projekt steckt, denn längst nicht jeder User möchte sich unbedingt mit einem NICHT- Windows- System befassen, obwohl derzeit bereits alle anderen Alternativen auf annähernd gleich guten Stand sind.
    In einigen Behörden wird Linux bereits zum Standard, undzwar durchaus verdient.

  5. Bis ReactOS soweit einsatzfähig ist, dass es Windows XP ersetzen könnte, wird sich auch der Heimcomputermarkt auf Vista bzw. dessen Nachfolger konzentriert haben, womit das Projekt eher ein Nischendasein fristen wird.

    Auch ich sehe darin eher eine Machbarkeitsstudie als eine wirkliche Alternative.

  6. Grundsätzlich finde ich den Ansatz aber sehr gut der hinter dem Projekt steckt, denn längst nicht jeder User möchte sich unbedingt mit einem NICHT- Windows- System befassen, obwohl derzeit bereits alle anderen Alternativen auf annähernd gleich guten Stand sind.

    Oder zehn Jahre voraus.
    Leute, die sich nicht anpassen können, müssen sehen, wo sie bleiben. ;)

  7. Hallo Maxi,

    welches OS ist denn WinXP oder Vista auch nur um 1 Jahr voraus?

    Alle Alternativen versuchen stets den Anschluss an Redmond nicht zu verpassen, sind in Teilbereichen sicher sogar besser, wenn es um den Server- Bereich geht.

    Dort ist es unbestritten so, aber auch nur dort.

    Dies beobachte ich nun seit über 10 Jahren in Bezug zu Linux und früher auch Warp. Ein OS für den PC ist aber grundsätzlich für den Endanwender programmiert. Für alles andere gibt es spezielle Lösungen.

    Und im Business kommt es grundsätzlich auf Kompatibilität im Datenaustausch mit Partnern und Kollegen an, da steht man mit Daten (und ich meine gewiss nicht Word oder Excel) aus einer Linux- Anwendung recht schnell allein da, bzw. bekommt Programme wie manches BDE bestenfalls über einen Emulator zum Laufen.
    Das Gleiche gilt übrigens auch immer noch für Spiele und andere Softwareangebote.

    Alles hat also mind. zwei Seiten.

    So ist der Anschluss zu über 80% der User derzeit nur mit einem Win- System zu halten, es sei denn man besteht auf unbedingte Exotik und Insellösungen.

  8. Alle Alternativen versuchen stets den Anschluss an Redmond nicht zu verpassen, sind in Teilbereichen sicher sogar besser, wenn es um den Server-Bereich geht.
    Dort ist es unbestritten so, aber auch nur dort.
    Dies beobachte ich nun seit über 10 Jahren in Bezug zu Linux und früher auch Warp. Ein OS für den PC ist aber grundsätzlich für den Endanwender programmiert.

    Kennst Du OS X? ;)
    Benutzerfreundlichkeit wird seit Anbeginn der grafischen Oberfläche von Apple definiert, *Microsoft* kopiert. Die Gnome-Oberfläche bringt seit fünf Jahren auch immer mehr Innovatives.
    Bei aller Güte, stell einem „Frischling“ ohne PC-Erfahrung (ohne!) einen Mac hin, einen Vista-Rechner, einen mit Ubuntu und meinetwegen einem mit dem methusalemen XP. Du wirst mit absoluter Sicherheit dabei herausfinden, dass er am besten mit dem Mac und Ubuntu/Gnome klarkommt.

    Soweit ich informiert bin, laufen die vertriebstechnischen Softwarepakete von SAP, IBM und Oracle eh seit über zehn Jahren auf Linux. Was meinst Du also für „Daten“, wenn nicht proprietäre Büro-Dateiformate? Und wer sich mit seiner Infrastruktur von proprietärer Software abhängig macht, dem kann man schlecht helfen. Nicht auf Linux muss man es schieben, wenn man dann Probleme bekommt! So ein Admin wird aber auch passenderweise nie auf die abwegige Idee kommen, auf Linux zu migrieren.

    Ich will keinen Flamewar mit dir führen, hat eh keinen Sinn, aber auf die Benutzerfreundlichkeit von Linux lasse ich nichts kommen.

  9. Ah ja: Warp rulez!
    Wo war Warp hinter Microsoft?

  10. Hallo Maxi,

    mit Deiner Haltung rennst du bei mir eigentlich eher offene Türen ein.

    Und wenn wir von Anfängen reden, dann rede ich von Computern um 1991. Bei mir war es ein 286iger, nachdem ich meinen Amstrad CPC in die Ecke schob.

    In meinem Regal steht noch das fette Linux- intern von Data Becker m. über 1300 Seiten aus 1997 neben einigen anderen (aktuelleren Büchern zu Linux usw. im Schrank, insofern kenne ich die Distributionen von Suse, dem roten Hut und nicht zu vergessen auch Corel- Linux oder Caldera- Linux von der ersten Stunde an, aus eigener Erfahrung.

    Für Warp gilt das gleiche. Ich habe mich schon immer rege für alternative Systeme interessiert.

    ALLE waren zu ihrer Zeit als BS sehr gelungen und auf der Höhe der Zeit bzw. mit gutem Anschluss an die (zu allen Zeiten sehr viel breiter verteilten) Vorgaben von Microsoft, dies ging mit DOS und Windows 3.0 mal los, da gab es übrigens auch ein DR- Dos 6.0 von IBM das schlichtweg besser war als das von MS.

    Mit MacOs hast Du natürlich recht, aber was nützt dies, wenn der Marktanteil bei 5-10% max. liegt?

    Das Problem lag lange Zeit in der mangelhaften Verbreitung, daran ging auch IBM´s OS2-Warp schlussendlich in 2005 zugrunde, nach 10 Jahren…Mauerblümchendasein.

    Linux hat es in Verbindung mit reichlich OpenSource Anwendungen endlich geschafft, was mich freut – ABER wie gesagt, das Business ist noch fest in der Hand von Redmond.

    Man kann einem Kollegen aus Frankreich oder den Niederlanden (mit denen man eh nur relativ gebrochen auf gemeinsam vorhandenen Englischkenntnissen basierend kommunizieren kann) nichts von Emulatoren oder sonstwas erzählen, nur weil man eine ACT- Kundendartenbank bzw. deren Datensätze weiterreichen möchte, wozu es unter Linux bisher keine Schnittstelle gibt.

    Ich habe immer beide Systeme auf dem Rechner, aber immer nur interessehalber. Arbeiten MUSS ich aus den genannten Gründen unter Windows.

    Und zu Deiner Frage:

    Warp war um Lichtjahre hinter MS, was die Verbreitung und Konformität zu weit verbreiteten Anwendungsprogrammen u. andere Software angeht. Quelloffener und guter oder stabiler Code interessiert da weniger…dies ist nun einmal so, immer noch.

  11. ALLE waren zu ihrer Zeit als BS sehr gelungen und auf der Höhe der Zeit bzw. mit gutem Anschluss an die (zu allen Zeiten sehr viel breiter verteilten) Vorgaben von Microsoft

    Plötzlich?

    Wie der Name schon sagt, war DR Dos von Digital Research, nicht von IBM. ;)

    Was irgendein anderes System NÜTZT?! Meine Fresse… OK, Du magst es aus der Sicht eines Kunden- oder Systembetreuers sehen.
    WIR sind die, die einem Betriebssystem Marktanteile geben, WIR, nicht irgendeine Firma da draußen, sondern WIR. Wir können sie empfehlen, vorinstallieren, verschenken, uns bei der Firmenleitung für sie einsetzen.
    10% sind viel, das ist einer von 10, 10 von hundert, hundert von tausend.
    Ging es hier nicht mal um Bedienerfreundlichkeit?

    IBM hat katastrophale PR an die falsche Zielgruppe geführt und konnte sich zu wenig Partner ins Boot ziehen, daran ist OS/2 gestorben. Ah, und an Microsoft, das gleiche Ding wie mit BeOS, Kartellverstöße und die ganzen kleinen anderen Delikte…
    10 Jahre ist untertrieben, OS/2 kam schon in der 1.0 1987, was dann bis zum Entwicklungsstopp 2002 schon stolze 15 Jahre wären. – Und lebt in Windows NT weiter. Auch eine Weiterentwicklung gibt es, eComStation, leider können/dürfen die Leute nicht auf die Quellen zugreifen. Warum nicht? Abgesehen von Lizenzproblemen dabei will IBM OS/2 nicht offenlegen, weil es will, dass es stirbt. Ja, es soll sterben! IBM hat sich 2000 für Linux als Plattform der Zukunft entschieden und dabei fiel auch der Todesstoß für OS/2.

    Wo ist das Business in der Hand von Redmond? Die Irren mit Entscheidungsmacht haben sich halt mal für Windows entschieden und sind jetzt davon abhängig. Die unumstrittbar genialste Abteilung bei Microsoft sind die Marktstrategen: Wie komme ich in einen neuen Markt hinein, wie erzeuge ich eine Abhängigkeitssituation, wie untergrabe ich die Konkurrenz?

    Von welchem „ACT“ sprichst Du denn genau, die Wikipedia gibt mir von einem Transformatins-Überkommando der Nato bis hin zu einer Microsoft-Software dafür allerhand aus.
    Wenn’s um das von MS geht: Jau, da hast Du recht, haha, weil das eben die Strategie seiner Marktstrategen ist, neue Produkte an die eigene Plattform zu binden, wären auch blöd, wenn sie es nicht täten.

    Warp: Nochmal… Viele Programme gibt es dann, wenn eine breite Nutzerbasis da ist. OS/2 hatte keine breite, also gab es nur wenige Programme. Aber daran macht man doch ein OS nicht fest! Das Wichtige wie Büro, Grafik und Multimedia und außerdem exzellente Serversoftware, auch für Betriebe und Firmen, war abgedeckt. OS/2s eigentliches Problem waren Leute wie Du, die auf Titel anderer Systeme zeigten und schrien: „Das Programm gibt es aber nicht für OS/2, das System muss schlecht sein!“ Ganz geschweige dem, dass man auch selber was schreiben könnte.

    Das war lange, aber ich will es wirklich nicht noch länger machen müssen, dazu habe ich keine Lust.

  12. Das war Kommentar 1000 bei dir, hab ich jetzt was gewonnen?^^

  13. Du hast gewonnen!!

    Undzwar den Impuls- Preis für den bisher längsten Kommentar, da bleibe selbst ich dahinter zurück ;)

    Digital Resaerch war eine Zeit lang im Auftrag von und auch direkt für IBM tätig, umgangssprachlich wurde es damals auch IBM- Dos genannt.

    ACT ist eine der führenden Softwarelösungen für den Bereich Vertrieb & Kundenmanagement: http://www.act.com bzw. http://www.sage.de/smb/prodloes/act/default.asp

    Aber dies ist lediglich ein Beispiel.

    Es gibt derart viele Bereiche wo man an MS nicht vorbei kommt, weil es schlichtweg noch keine Alternative gibt.

    Muss ich Gimp nutzen wollen/müssen, wenn meine Vorliebe und Kenntnisse aber nun einmal seit Jahren bei Adobe liegen? usw.
    Was macht ein User der nur mal eben die Software für seine Digicam als Schnittstelle für den PC installieren will, oder den Treiber für seine neue Grafikkarte – wenn es kein Softwareangebot oder keinen Treiber für Linux auf der mitgelieferten CD des Herstellers gibt?

    Was mache ich unter Linux mit meiner GPS- Navi- Maus fürs Notebook??

    Natürlich ist all dies schon sehr viel besser geworden, aber längst nicht dort wo man noch hin müsste, um eine wirkliche (nennenswerte) Verbreitung der Software zu erreichen.

    Heute geben fast alle Hard- u. Softwarehersteller Treiber oder Versionen für Linux dazu, dies ist doch schon mal was.

    Entscheiden wird letztlich immer der Endanwender ob er für ein kostenloses Produkt die oben genannten Einschränkungen hinnehmen will oder lieber für ein (halbwegs) Rundumsorglospaket bezahlt.

    Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg eines OS ist dessen breite Anwendbarkeit, auch da wird die Welt keine Scheibe mehr werden.

    Wer mit Firefox, Skyp und ICQ bedient ist, der mag gern damit zufrieden sein, aber was ist wenn man mal AutoCad braucht? …wobei ich dabei jetzt nicht weiß ob es endlich unter Linux läuft, war aber viele, viele Jahre nicht so.

    Jeder so wie er meint, ich behalte XP und wenn mir Win7 ( so wie bisher Vista) nicht gefällt, auch noch darüber hinaus. Ich bin kein Zocker. Wenn ein Betriebssystem wegen Glas meckert, weil meine 2,4 Ghz, 1Gb Ram und eine 128Mb Grafikkarte (in einem Notebook) nicht ausreichen sollen, dann kann es mich mal, auch DAS brauche ich nicht!

  14. Es gibt derart viele Bereiche wo man an MS nicht vorbei kommt, weil es schlichtweg noch keine Alternative gibt.

    Schreib die Hersteller an, damit sie spüren, dass Interesse an Linux- und/oder OS X-Versionen besteht.

    Muss ich Gimp nutzen wollen/müssen, wenn meine Vorliebe und Kenntnisse aber nun einmal seit Jahren bei Adobe liegen?

    Tja, 80% der professionellen Grafiker sind Mac-Nutzer.
    Hör bitte endlich auf, Produkte beim FIRMENnamen zu nennen. Microsoft -> Windows; Adobe -> Photoshop.

    Software für Digicam? Ähm, wofür? Die Treiber für das Flash Devise sind im Kernel, darauf greife ich wie auf einen USB-Stick („Wechseldatenträger“) zu, wenn ich nicht über einen Dateimanager mag, mit Programmen wie Windows Photo Gallery, iPhoto, Picasa oder F-Spot.
    Neue Grakas: ATi/AMD, Nvidia und Intel machen seit über einem Jahr hervorragende Treiber für Linux, ATi/AMD und Intel sogar freie! (CD des Herstellers? Selbst für Windows kommen fast monatlich von den drein neue Revisionen, da installiere ich mir doch nichts von ‘ner CD?!)

    GPS-Navi-Maus… Nun, ich hab gehört, dass es im ganzen GPS-Stack große Fortschritte im (Linux-)Kernel gab (der Windows-Kernel ist seit 2001 quasi unberührt, alle neuen Funktionen werden von MS und Drittherstellern draufgepropft, was ist wohl die bessere Lösung?) – probier die Maus doch einfach.

    Natürlich ist all dies schon sehr viel besser geworden, aber längst nicht dort wo man noch hin müsste, um eine wirkliche (nennenswerte) Verbreitung der Software zu erreichen.

    Womit wir wieder bei deinem grundlegenden Verständnisproblem wären. Das fast einzige Ausschlaggebende für den Privatanwender sind VORINSTALLATIONEN. So hat sich OS X 2001 auf den neuen Macs verbreitet, für das es noch keine Software gab (außer die „Classic“-Emulationen, aber egal) und auch die Käufer des EEE-PCs nutzen Linux drauf (wenn sie nicht so zwanghaft sind, und 50€ mehr für die Windows-Version zahlen). Der No0b von der Straße installiert sich nicht mal schnell Ubuntu oder macht ein Upgrade auf Vista, er hat damit überhaupt nichts zu tun, wir sind die, die es ihm vorinstallieren müssen, ihn leiten müssen, oder ihm Empfehlungen geben müssen.

    Heute geben fast alle Hard- u. Softwarehersteller Treiber oder Versionen für Linux dazu, dies ist doch schon mal was.

    Wäre schön, wenn…
    Zumindest Treiber aber für Linux gehören nicht auf ne CD oder die Herstellerseite, weil sie für den No0b zu schwer einzurichten sind, sondern direkt in den Vanilla-Kernel.

    Entscheiden wird letztlich immer der Endanwender ob er für ein kostenloses Produkt die oben genannten Einschränkungen hinnehmen will oder lieber für ein (halbwegs) Rundumsorglospaket bezahlt.

    Nö, tut er nicht. Wenn es nach Qualität ginge, wäre Windows seit Anbeginn weg vom „Fenster“ und hier stünden nur Macs.
    Der Endanwender hat keine Ahnung, was es noch alles gibt und wie gut es durchdacht ist, wie benutzerfreundlich es ist und wie gut es läuft.
    Kostenlos = schlechter? Öhm…

    Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg eines OS ist dessen breite Anwendbarkeit, auch da wird die Welt keine Scheibe mehr werden.

    Jeder Satz ein weiteres Unverstandsbekenntnis, herrlich.

    Für Windows seinerzeit war nur eines ausschlaggebend: Die Vorinstallation auf allen neuen PCs. Dann programmierten die Entwickler ihre Apps für dieses verbreitete System, auch wenn es wirklich *schlecht* war, undurchdacht, schlecht kopiert und Ötzizeit-Paradigmen mitschleifte. Es war halt vorinstalliert.

    Jetzt stell dir ein geil gefeaturtes OS mit der vitalsten und cleversten Entwicklergemeinde des Planeten dahinter vor, voll Open Source und in stetiger Bewegung. Stell es dir vor und stell dir vor, es würde auch noch VORINSTALLIERT werden. Wie wäre das?

    AutoCAD läuft: http://appdb.winehq.org/appview.php?iAppId=86

    Jeder so wie er meint, ich behalte XP und wenn mir Win7 ( so wie bisher Vista) nicht gefällt, auch noch darüber hinaus. Ich bin kein Zocker. Wenn ein Betriebssystem wegen Glas meckert, weil meine 2,4 Ghz, 1Gb Ram und eine 128Mb Grafikkarte (in einem Notebook) nicht ausreichen sollen, dann kann es mich mal, auch DAS brauche ich nicht!

    Dazu ein Artikel aus meinem Blog: http://www.frumble.de/blog/2008/03/09/die-naive-volksmeinung-zu-vista-vs-xp/

  15. Lieber Maxi,

    ich nenne auf meinem Blog so viele Firmennamen wie ich möchte, dies nebenbei aber ganz zuerst angemerkt.

    Ich fürchte unser Problem besteht darin, dass Du Linux- Versionen erst kennst, seitdem diese funktionieren. Was heute geht (nach jahrelanger Verzögerung) daran war vorher nicht einmal zu denken.

    Zum Mac möchte ich mich nicht äussern, weil es aus meiner Sicht müssig ist sich über ein System zu unterhalten, dass mehr als doppelt so teuer wie ein vergleichbarer PC ist, dies war immer so und wird es wohl auch bleiben.

    Warum Profis was, wie anwenden ist ein Thema von dem ich fürchte, dass es für dich nicht wirklich taugt.

    Wenn der Endanwender Deiner Meinung nach keine Ahnung hat, weiß ich nicht worüber du da oben so lange redest?

    Ich denke das Thema ist durch, halte von Microsoft XP meinetwegen gern was du willst, bei mir läuft es nun seit über 6 Jahren und seine Vorgänger hatte ich schon beschrieben.

    Für etwa 90% der heutigen User gilt dies ebenso…und die Welt bleibt auch künftig eine Kugel.

    Und tschüss.

  16. Dear Author impuls2008.wordpress.com !
    Bravo, remarkable idea and is duly


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