
Die Internetkriminalität nimmt immer weiter zu:
Mit immer mehr Usern ist das Internet schon seit einigen Jahren auch immer mehr zu einem zunehmend negativen Spiegel unserer Gesellschaft geworden.
War es noch vor bis etwa 7- 10 Jahren so, dass vornehmlich eine bestimmte, überdurchschnittlich gebildete Gruppe der Bevölkerung im Internet regelmässig aktiv war, haben sich diese Zeiten längst geändert. Heute sitzen nicht nur Kinder ab 10-12 Jahren regelmässig vor den Bildschirmen von Computern mit ständigem Online- Anschluss, in Zeiten von Flatrat und DSL- Routern die das Online sein erheblich verbilligt haben, findet sich damit auch der Teil unserer Gesellschaft dort ein, den die Überschrift anspricht.
Die Täter:
Internetkriminalität hat nicht immer nur etwas mit dem Ausspähen von Daten und Kreditkartennummern zu tun, um sich daran verbotenerweise auf Kosten der davon betroffenen Opfer zu bereichern.
Heute zeigen die Aktivitäten, die mit der ganz klaren und vorbestimmten Absicht ganz bestimmten Personen auf jede nur erdenkliche Weise schädigen zu wollen und durchgeführt werden, eine beachtliche Bandbreite – genauso wie die Auswirkungen für die Opfer.
Rufmord, Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Diffamierungen bei voller Namensnennung der Opfer, veröffentlichen von geschütztem Bildmaterial oder von persönlichen Schreiben und/oder eMail sind dabei nur wenige Varianten, derer sich solche Straftäter bedienen. Oft setzen sich solche Aktivitäten auch ausserhalb des Internet weiter fort. Es werden Arbeitgeber, Vermieter, Freunde, Nachbarn oder Bekannte telefonisch beeinflusst und mit Falschinformationen versorgt, womit ein Opfer in seinem persönlichen Umfeld restlos diffamiert und völlig falsch dargestellt werden kann.
Auch mit diesem Hintergrund wurde erst kürzlich die Gesetzgebung zu Stalking geändert.
So wie das Internet ständig wächst, wird auch Zug um Zug die entsprechende Rechtsprechung und die geltende Rechtslage angepasst, was auch unbedingt nötig ist um dieser Entwicklung zu begegnen.
Mittlerweile gibt es einen ständig wachsenen Gegenpol zu dieser gesellschaftlichen Negativentwicklung. Die Opfer solcher Machenschaften werden immer zahlreicher, die Behörden werden immer stärker mit den wachsenen Anforderungen konfrontiert UND es bilden sich immer mehr Selbsthilfegruppen, Foren, Vereine und sogar schon erste Dienstleister, die sich dieser Problematik annehmen.
Das vordergründige Problem ist die weitestgehende Anonymität des Internet.
So wie eine Person bei offener Namensnennung angreifbar wird, weil sie kein Pseudo oder Nickname im Internet benutzt, schützen sich Täter durch Anonymisierung ihrer realen Persönlichkeit vor Zugriffen durch die Ermittlungsbehörden. Früher war es recht einfach den Standort eines Rechners und so seinen Benutzer zu ermitteln, heute wird auch dies immer schwieriger, da fast immer ausländische Proxyserver genutzt werden, um die Ermittlung von Tätern zu erschweren.
Nach meinen eigenen Beobachtungen empfinden es mitterweile durchaus nicht selten (im realen Leben) eher achtbare Bürger als selbstverständlich Dritten im Internet, versteckt hinter einer Tarnkappe (Pseudo und Proxynutzung) das Leben etwas zu erschweren, ja sogar bewusst Unwahrheiten zu verbreiten und diese in Foren, Chaträumen, Blogs oder per e-Mail zu beleidigen, als ob im www andere Bedingungen im Umgang mit Menschen gelten würden.
Dazu neigend, weil man sich unerkannt und nicht zur Rechenschaft heranzuziehen wähnt. Das Ganze erinnert mich an unartige Kinder die immer dann wenn sie sich unbeobachtet fühlen, erst recht kräftig in der Nase bohren…
Dies ist ein Trugschluss.
Jede Provider- Verbindung ins Internet kann quer über den Erdball nachvollzogen und auch wenn sie zwischendurch von einem Proxyserver umgewandelt wurde, exakt zurückverfolgt werden, wenn ein solches Delikt mit einem entsprechend relevanten Hintergrund zur Anzeige gebracht wurde. Staatsanwaltschaften betreiben diesen Aufwand jedoch lediglich in Bezug zu Kapitalverbrechen oder wie in letzter Zeit bekannt geworden ist, bei Steuersündern. Die Rechte eines einzelnen Bürgers scheinen hingegen dahinter weit anzustehen.
Ob solche Straftaten tatsächlich mit der nötigen Aufmerksamkeit und Dringlichkeit behördlich verfolgt werden, liegt nicht selten an der Person des Anzeigestellers. Ist dies ein Anwalt, arbeiten Behörden deutlich gründlicher als bei einer Privatperson, dies ist zumindest mein persönlicher Eindruck. Das Gleiche gilt leider auch bei Domainhostern, die ganz klar dazu verpflichte sind rechtswidrige Veröffentlichungen von Kunden zu unterbinden.
Gegenpol:
Zu dieser, für unsere Gesellschaft sehr nachteiligen Entwicklung bildet sich immer mehr ein stetig wachsender Gegenpol. Dazu möchte ich zunächst ein Forum für Opfer mit hervorragenden Verbindungen benennen: http://www.internetvictims.de
Weiterhin haben diese Problematik auch spezielle Fach- Dienstleister aufgegriffen, die sehr schnell kompetente Abhilfe in entsprechenden Fällen anbieten, auch dazu hier ein Beispiel:
http://www.datenwachschutz.de/
Hierzu ein Video mit Problembeschreibung:
Im Video werden auch weiterreichende Auswirkungen dargestellt.
Dies sind nur zwei Beispiele um sich gegen unberechtigte Anschuldigungen, Veröffentlichungen und Verletzungen des Datenschutzes oder des Urheberrechts im Internet wehren zu können. Daneben gibt es nun schon eine ganze Reihe von Fachanwälten für neue Medien u. sogar Sachverständige für Internetkriminalität (weiß ich auch erst seit zwei Wochen) die die Möglichkeiten des Zivil- und auch Strafrecht professionell anzuwenden wissen.
Für Personen die glauben hinter einer „Tarnkappe“ die Persönlichkeitsrechte Dritter mit Füssen treten zu können, und vorsätzlich Unwahrheiten behaupten und/oder unerlaubt private Informationen im Internet verbreiten zu können, brechen damit wahrlich harte Zeiten an.
Das Internet ist wie das reale Leben keineswegs ein rechtsfreier Raum!
Beste Grüße,
Felix Arnst










[...] sollte man den Domainhoster von Mandelauge für an Internetkriminalität – interessierte Personen weiter empfehlen, oder wohl besser doch nicht!? Ob der Domainhoster von [...]
Von: Vorsicht Satire: Frau Mandelauge Klepper ist wieder da! « Impuls Blog am 18. Mai 2008
um 8:16