WordPress.com, ist eine feine Sache, aber….
Die Möglichkeiten sind vielseitig und wirklich leicht nutzbar, auch für einen noch unbedarften Anfänger ohne jede Webmaster- Vorkenntnisse. Mit dem System ist tatsächlich in weniger als 30 Minuten ein funktionstüchtiger Blog (inklusive) weniger Designanpassungen möglich, und es kann sofort mit dem Bloggen losgelegt werden. Eine feine Sache für Leute, die einzig einen persönlichen Blog, zielgerichtet auf Freunde, Bekannte, Vereine oder sonstwas betreiben möchten. Dazu ist der Dienst auch noch kostenlos.
Eine sehr schnelle Indizierung in den Suchmaschinen ist garantiert, (wie man auch hier sieht, Platz 3 in nur 30 Minuten unter 550.000 Suchergebnissen ist schon beeindruckend für einen nicht wirklich SEO- optimierten Blog) dies geht sogar völlig automatisch, hat jedoch auch erhebliche Einschränkungen. Lässt man bei der Suche jedoch das (und) weg, um einen direkten Bezug zu diesem Artikel auszuschliessen, sieht es gleich sehr viel schechter aus. So ist das obere Suchergebnis also im Grunde Augenwischerei.
Für einen Blogger jedoch, der etwas weitergehende, individuelle Ansprüche in Bezug zur anvisierten Zielgruppe hat ist das System daher aber eher ungeeignet.
Gründe:
Neben dem WordPress.com Dashboard und dem Ranking in Suchmaschinen zu Themenbereichen über entsprechende Keywords ist eine ordentliche Syndikation über Dienste wie bloggerei.de, bloggeramt.de, topblogs.de, blogtotal.de, blogfever etc. unbedingt notwendig wenn eine schnelle und möglichst weite Verbreitung der Bloginhalte angestrebt wird. Diese Einschränkung ist nur teilweis zu umgehen, da die WordPress Variante die unter WordPress.com angeboten wird zwar Multiuser-fähig ist, jedoch keinen Java- Code verarbeitet. Darin sehe ich eine weitreichende Behinderung in der individuellen Bloggestaltung.
Weitere Einschränkungen:
Es bestehen zusätzlich weitere, erhebliche Einschränkungen gegenüber einem selbst gehosteten WordPress- oder Joomla!- CMS System. Zunächst einmal der Hinweis, dass innerhalb der Blogs im System kein Google- Adsense oder Google- Analytics einsetzbar ist. Dies ist jedoch eine sehr wichtige Voraussetzung wenn man regelmässig mit Diensten wie Tecnorati oder gar Trigami zusammen arbeiten möchte. Eine wirklich halbwegs aussagekräftige Statistik einer Webseite ist fast nur über Google- Analytics möglich, denn diese werden breit anerkannt.
Die Nachteile:
- das Einbinden von speziellen WordPress- Plugins ist nicht möglich
- das Einbinden von WordPress- Galerie- Plugins ist nicht möglich
- das Einbinden von erweiterten Statistik- Modulen (Semmelstatz z.B.) ist nicht möglich
- keine Java-Code Unterstützung
- Werbung über die AGB ausgeschlossen
- CSS- Elemente lassen sich kaum anpassen, ausser den Farben, jedenfalls nicht komfortabel über einen Editor
Fazit:
Das schnelle Bloggen mit einem über WordPress.com ruckzuck erstellten Blog ist unkompliziert zu realisieren, komfortabel und sehr einfach einzurichten, aber nichts für Blogger mit etwas gehobenen und individueller angelegten oder professionellen Ansprüchen.
Individuelles Flash oder Ajax geht gar nicht…
Wer ein Projekt im Sinn hat, wozu keine Grenzen in Bezug der Möglichkeiten die das Web2.0 bietet bestehen soll, der kommt um eine eigenständige Installation einer WordPress- oder Joomla! - Vollversion nicht herum.
Einmal ein paar Stunden Mehrarbeit (ca. 15 Stunden mit allem drum & dran) und dafür jahrelang uneingeschränkt bloggen und ins hunderfach variable Template einbauen können, was persönlich gewünscht wird, dies ist der deutliche Vorteil einer Vollversion. Wer einen individuell gestalteten Blog ohne jede Einschränkung anstrebt, der muss diesen Weg gehen.
Daher wird dieser Blog hier nur ein vorübergehendes Testobjekt bleiben und schon in Kürze durch eine Vollversion ersetzt werden.
Jedem das Seine!
Beste Grüße,
Felix Arnst
Veröffentlicht in Blogsphäre, CMS, Joomla, SEO, Software, WordPress | Schlagworte: SEO, WordPress.com
Dies einfache Spielzeug demonstriert Newton's Prinzip der Impuls- und Energieerhaltung. Dieses Blog befasst sich aber keineswegs mit Physik, sondern mit den Impulsen zwischen den Menschen.






