Verfasst von: impuls2008 | 29. April 2008

Warum Blogger bloggen…!?

Warum werden in Deutschland über 130.000 Blogs aktiv betrieben?

In Teil 1 meiner Überlegungen wurde bereits in groben Zügen auf die allgemeinen Motivationen und einige, mögliche Hintergründe eingegangen, warum Blogger bloggen.

Interessant ist daneben auch zu wissen, dass lediglich 24% (dies entspricht einer Zahl von über 43.000 Blogs) der derzeit aktiven Blogger tatsächlich die Mühe auf sich genommen haben und eine selbst zu installierende und zu verwaltende Blogsoftware wie WordPress auf einem eigenen Internetserver einzusetzen.

Dies hätte ich bisher völlig anders eingeschätzt.

Daher muss festgestellt werden, dass innerhalb der Blogszene (ich mag die Bezeichnung Spähre nicht sonderlich, klingt für mich etwas zu transzendent) nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann, dass ein Blogger auch immer die Qualitäten und Kenntnisse eines Webmasters besitzt. Dies war bei den früheren Homepagebetreibern noch ganz anders. Diese bastelten sich ihre HTML- Webseiten zumeisst noch selbst, fertige (professionelle) Templates waren zumeisst kostenpflichtig.

Daraus folgert, dass bei fast 75% der wirklich aktiven Blogger fertige Dienste im Einsatz sind, die einen FÜNF-Minuten-schnellkonfigurier-Blogbaukasten anbieten. Somit scheint bei der Masse der Blogger weniger die Individualität des eigenen Webauftrittes im Vordergrund zu stehen, sondern das Bloggen selbst – und dies möglichst unkompliziert und nicht immer mit dem gleichen Background, den ein Webmaster üblicherweise besitzt.

Zumindest scheint dies in der deutschen Blogspähre so zu sein.

Quelle der oberen Datenangaben: Februar 2008

Der klassische Blogger scheint also eine Person zu sein, die primär seinem ganz persönlichen Mitteilungsbedürfnis folgt und dieses auf möglichst kurzem Wege, sehr zielgerichtet umsetzt, vornehmlich die genannten Dienste nutzt und sich daher viel lieber so schnell wie möglich mit dem ersten Artikel und seinen eigenen Gedanken befasst? Irgendwie habe ich Mühe mir dies wirklich vorzustellen, aber die Stat oben sagt dies ganz klar aus. Mühe sicherlich deswegen, weil ich noch aus einem “Semester” stamme, wo es Anfang der 90iger einfach fürchterlich angesagt war HTML umzusetzen und mit einer eigenen Präsenz im Netz zu sein.

Keine Zeit oder Lust auf ein paar Spielereien und etwas mehr Individualität?

Neben meinem eigentlichen Blog hier, habe auch ich einen Blog über Blogger / Blogspot.com (Google) eingerichtet, jedoch lediglich zu Testzwecken. Wann immer ich etwas probieren möchte, läuft dies über diese Oberfläche. Daher weiß ich, wie einfach und schnell – aber auch komfortabel und unkompliziert solch ein fertiges von einem Dienstanbieter genutztes System ist. Kostenlos ist es daneben noch dazu.

Nach oberer Quelle steht aber auch fest, dass neben den derzeit rund 130.000 aktiven Blogs Deutschlands, weitere 70.000 seit über vier Monaten einen Dornröschenschlaf halten.

So ist der klassische Blogger wie oben beschrieben, nicht unbedingt auch ein ambitionierter Webmaster. Wie vielschichtig die Gründe sind, die Blogger selbst angeben warum sie ihren Blog betreiben, wird nachfolgend etwas deutlicher:

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Ich blogge fair.

Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Denn ich finde, dass Strategisches Bloggen und der Mißbrauch des Bloggens durchaus zugenommen hat – sehr zum Leidwesen der (meist ahnungslosen) Leser, die an das Medium Blog und (zum Glück) noch an das Gute im Menschen glauben.

Wenn ich aber sehe mit welchen Mitteln hinter den Kulissen gearbeitet wird, kann man verstehen, warum zuletzt die Verlinkungsdynamik in den Blogs und die Begeisterung für Blogthemen abgenommen hat.

Bloggen wird zum “Business as usual” – und damit verliert das Bloggen v.a. auch viel an seinem Reiz.

Quelle und mehr:

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Ich blogge, also bin ich

Immer mehr Menschen produzieren sich im Internet. Wir treten ein in die Epoche des digitalen Nihilismus.
Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Geert Lovink

Quelle und mehr:

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Warum ich ein Business Blog betreibe:

Ich verfolge mit unserem Blog vorwiegend kommerzielle Interessen, oder besser gesagt: Die Aussicht darauf in Zukunft einmal soviel damit zu verdienen, dass der Aufwand gedeckt ist und vielleicht auch mal was rausspringt.

Nun ist es so, dass man mit einem reinen Business Blog keinen Preis gewinnen kann. Man muss persönlich werden, also werde ich persönlich. Manchmal habe ich aber auch etwas Angst davor, persönlich zu werden, denn man wird eher verletzbar. Auf der anderen Seite ist es auch schön, wenn man seine persönliche Meinung kund tun kann. Wenn man dann einen Kommentar bekommt, ist das toll…

Quelle und mehr:

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“Warum ich blogge” oder “Der heimliche Weltverbesserer”

Yannick Eckl hat auf seinem Blog zu einem Blog-Projekt eingeladen. Das Thema des Ganzen ist: “Ziele mit dem eigenem Blog!” Ich habe mich kurzer Hand entschieden, mal bei einem solchen Projekt mitzumachen und hier ist mein geistiger Erguss zu dem Thema:

Da jeder Text der von einem Menschen gelesen wird ihn auch verändert, möchte ich dazu beitragen den Menschen, bzw. seinen Geist zu verändern und zu erweitern. Das hört sich vielleicht wie ein Ziel eines Geistlichen oder eines Weltverbesseres an, aber so ist es nicht gemeint. Die Meinung die ich in meinem Blog äußere will ich keinem Leser aufzwängen, sondern ihn dadurch bewegen über bestimmte Themen nachzudenken und vielleicht seine gefestigte Meinung zu überdenken…

Quelle und mehr:

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Warum blogge ich?

Aus mir nicht erfindlichen Gründen stellte sich heute die Frage: Warum blogge ich oder was soll das hier?

Ich weiss wirklich nicht warum. Bisher habe ich ja immer gesagt, dass ich mich mitteilen möchte, andere Leute unterhalten und interessante Dinge absondern, die sich im Internet ja eine Weile halten und auch gut gefunden werden. Aber das kann ja auch gut vorgeschoben sein. Vielleicht weiss ein Single mit sich und seiner Zeit nichts weiter anzufangen, als sich seiner Umwelt durch verbale Absonderungen aufzudrängen. Naja, immerhin besser als stoned in der Ecke zu liegen, oder sich im Internet in fiktiven Foren und Spielen zu vergraben.

Also was brachte mir das Bloggen bisher? Davon abgesehen, dass man einen ansehnlichen Teil seiner Zeit totschlagen konnte, die man sonst verraucht oder im TV ertränkt hätte, was brachte es mir? Nun ja, ich habe immerhin einige neue Freunde durchs Bloggen gefunden und mich haben alte Freunde wiedergefunden, obwohl sie nicht nach mir gesucht hatten…

Quelle und mehr:

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Ich blogge Sonnntags:

Es ist ungünstig, am Sonntag seine Feeds etc aufzuarbeiten, denn am Wochenende bloggt niemand und ist auch sonst nicht da. Und zum Aufarbeiten meiner C- und D-Blogs habe ich keine Lust. :)

Ergo ist Blogging und Podcasting als arbeitszeitsvernichtend, denn offensichtlich wird es nur während der Woche tagsüber in konsumierender Form zu sich genommen. ;)

Quelle und mehr:

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Warum ich blogge?

Immer wieder mal werde ich gefragt, warum ich blogge! Vor allem, warum ich son Zeugs hier blogge, was normalerweise keine kaum eine Sau interessiert! - oder schon hunderttausend mal an anderer Stelle zitiert wurde.

Antwort: Es macht mir Spass! Es ist mein “zensiertes” Tagebuch fürs Web. Hier schreib ich auf, was ich bei meiner Verstreutheit schnell vergessen, oder “Falschparken” würde. Ich schreibe auf, wenn ich was Interessantes finde, was auch für “friends & family” nü¼tzlich, amüsant, wichtig, sein könnte. Teilweise nutze ich mein webLog auch als “offenenes Archiv” für mich selbst, zum Nachschlagen oder auch, um eigene Nachrichten zu veröffentlichen.

Quelle und mehr:

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[Alle Quellen sind frei und selbst aus dem Internet recherchiert, wer seinen Text hier nicht haben möchte, teilt mir dies einfach mit, dann entferne ich diesen]

…wir sehen also, dass es eine Menge Gründe gibt, aber was ist die primäre Motivation der meissten Blogger, die sie auch nicht unbedingt zuerst nennen werden?

Oben wurden bereits viele Stichworte genannt:

Hobby, Spass, etwas mitteilen wollen, sich selbst produzieren…und auch andere Ziele waren die genannten Gründe.

Ich glaube, dass der primäre Grund warum ein Blog betrieben wird in der Regel zuerst in einem persönlichen Mitteilungsbedürfnis zu suchen ist UND bei einer anschliessenden, möglicherweise über entsprechende Kommentare zum Ausdruck kommenden Zustimmung zu den eigenen, vorgestellten Standpunkten. In manchen Bereichen und je nach Thema möchte der Blogger vielleicht einfach auch nur seinen Standpunkt mit anderen vergleichen können um diesen entweder zu hinterfragen oder zu festigen.

Die gleichen oder ähnliche Beweggründe gelten sicher auch zu Foren, dort in abgeschlossenen Bereichen wird darüber hinaus auch nicht selten um Rat zu persönlichen Dingen gefragt.

Problematisch wird solch ein soziales Anliegen (betrifft aber auch jedes andere Thema) immer dann, wenn zu scheinbar nebensächlichen Themen offene Kritik geäussert wird, spätestens dann ist es vorbei mit der heilen, schnelllebigen Internetwelt, dann hagelt es (oftmals auch) anonyme Kommentare die plötzlich überraschend lang sind.

Eines sollte man bei diesem Medium nie vergessen:
Es ist öffentlich!…und auch nach Jahren noch nachlesbar.

Was mich etwas wundert (und manchmal auch ein bisschen ärgert):

Ich beobachte auch bei anderen Blogs folgendes:

Unsere Webseite (der Vorgänger dieses Blog) ist seit einem guten Jahr zu einem Blog umgestellt. In einem Jahr gab es hier weit über 300 Artikel, aber lediglich 140 Kommentare von etwas über 70 unterschiedlichen Besuchern, wobei mir einige (ca.15) davon persönlich bekannt sind, diese also nicht zur allgemeinen Netzdynamik gezählt werden dürfen. Nun gehe ich auch nicht hin und schreibe ständig Kommentare in andere Blogs um Referer zu ziehen, dies mache ich nur, wenn mich ein Thema wirklich interessiert, dann aber auch nicht um dort unbedingt meine Domain zu verewigen.

Ich bleibe da tatsächlich eisern und betreibe nach Kräften mein seitenbezogenes SEO und eine recht umfangreiche Syndikation. All dies funktioniert recht gut, wie man auch hier sieht, gestern hatte ich so ziemlich als Erster den Link zum SP3 für XP online, dies sieht man deutlich. An Besuchern mangelt es diesem Blog also eigentlich nicht. Ich bilde mir auch ein hier Infos anzubieten, die von einem recht breiten Interesse sind, nicht ohne Grund werden wir gefunden und gelesen, zumeisst besuchen unsere Leser mehr als zwei Blogseiten.

Wenn ich hingegen sehe, dass in manch anderem Blog ellenlang in Kurzform zu Themen (GZSZ, DSDS etc.) kommentiert wird, wofür eigentlich jede Minute zu schade ist, verstehe ich dies nicht.
Fast 80% der Artikel die ich auf anderen Blogs lese oder selbst hier schreibe, bleiben ohne Kommentar. Vielleicht leide ich ja auch an Geschmacksverirrungen?
Wenn ich jedoch zu Testzwecken so einen 2 Minuten Senf ablasse finde ich mich auf der Startseite von WebNews, mit reichlich Kommemtaren dazu.

Würde ich also einen Blog im Sinne von: “Vera am Mittag” gestalten, hätte ich wahrscheinlich nicht nur reichlich mehr Besucher, sondern mein Adsense wäre plötzlich wesentlich interessanter als die Analytics…

Ich brauche das nicht.

Beste Grüsse,
Felix Arnst


Antworten

  1. Ist mir auch schon aufgefallen, dass je mehr inhaltlichen Content man bietet, die Besucher immer mehr in ein rein konsumierendes Verhalten verfallen. Andererseits ist es immer noch ein Blog und keine Community.
    In letzter Zeit scheint es mir so oder so, dass es nicht mehr zur allgemeinen Sitte gehört einen Gruß oder Kommentar abzugeben. Bis vor ein paar Jahren waren die Gästebucheinträge noch um einiges zahlreicher.
    Wei jemand woran das liegen mag?
    Und übrigens,
    schöne Grüsse von Nr. 71
    :D

  2. Hallo Amuno,

    vielen Dank für Deine Anmerkung. Da bist Du wohl ähnlicher Ansicht wie meine Frau. Die sagt auch immer ich schreibe zu viel und zu lang drumherum, …”liest doch kein Mensch.”
    Ich denke da anders.

    Wenn ein Thema interessiert, nimmt man sich die Zeit oder lässt es.

    Kurzfassen kann ich mich nicht, da bewundere ich andere Leute die in wenigen Sätzen eine prägnante Short- Message rüberbringen können, ohne den Kern der Aussage wirklich zu vernachlässigen.

    Beste Grüße,
    Felix

  3. Hallo zusammen,

    schönes Thema, gefällt mir. Wenn man die Zahlen so liest müsste man als Analogie dazu die Pest im Mittelalter erwähnen. Ich streune ein wenig durch die Blogs und sehe dieses und jenes.

    In manchen Blogs geht es zu wie in div. Foren. 2 Worte-Kommentare und tschüss. Toller Beitrag…

    Mir ist es völlig wurscht, auf welchen Platz mein Blog in irgendeiner Seite gelistet steht, welches PR ich habe und ob die Texte lang oder kurz sind. Ich schreibe (außer Presse…) und wer es lesen mag der soll es gerne tun und wer nicht, der lässt es.

    Wie ich schon andernorts schrieb, muss ich davon nicht leben. Zu faken oder zu tricksen kann somit nur Absicht eines Betreibers sein, der darauf angewiesen ist.

    Klar. Man muss “erfasst” und in gewissen Seiten eigetragen sein. Aber das Script ist auch so recht gut integriert, oder sagt man jetzt ge-channelt :-) ))

    Beste Grüße
    L. Spilker


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